Elektronisches Fahndungssystem SIS II im Einsatz

9. April 2013, 11:40
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Umsetzung im gesamten Schengenraum - Auch biometrische Daten werden gespeichert

Das ausgebaute elektronische Fahndungssystem SIS (Schengener Informationssystem) II ist seit heute, Dienstag, im gesamten Schengenraum im Einsatz. Die entscheidende Neuerung ist, dass in dem System unter anderem auch biometrische Daten wie Fingerabdrücke und Lichtbilder gespeichert werden. "Die Umstellung hat funktioniert. Die Polizisten können seit heute darauf zugreifen", sagte Mario Hejl, Sprecher des Bundeskriminalamts.

Sachfahndung erweitert

DNA-Proben werden zwar ebenfalls gespeichert, allerdings haben die Beamten keinen unmittelbaren Zugriff darauf. Eine weitere Erleichterung bei der Polizeiarbeit: Künftig können auch Personen- mit Sachfahndungen verknüpft werden. So kann etwa nach einem Banküberfall gleichzeitig nach dem Fluchtfahrzeug und nach dem Täter gesucht werden. Zudem wurde die Liste der Sachfahndungen innerhalb der 28 Mitgliedsstaaten deutlich erweitert.

1,2 Millionen Personenfahndungen

Die Schengenfahndung gilt in Österreich seit 1. Dezember 1997. Mithilfe des elektronischen Fahndungssystems SIS wurden in Österreich seitdem 2.666 von einem Partnerland gesuchte Personen festgenommen, 2.482 Österreicher wurden im Schengen-Ausland zur Auslieferung nach Österreich ausgeforscht. Insgesamt sind in dem System derzeit rund 1,2 Millionen Personen- und 45,7 Millionen Sachfahndungen wie Identitätsdokumente oder Fahrzeuge gespeichert. Mit Einführung von SIS II dürfte sich diese Datenmenge auf bis zu 70 Millionen Datensätze erhöhen. (APA, 9.4.2013)

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    Das Fahndungssystem SIS wurde ausgebaut

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