Kärnten fördert vor allem kleine Betriebe

29. März 2013, 12:05
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Drei von vier Geldhilfen bekamen Firmen mit nicht mehr als neun Mitarbeitern. Insgesamt flossen 2012 über 40 Millionen Euro

Klagenfurt - Der Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds KWF hat im vergangenen Jahr Förderungen in der Höhe von 43, Mio. Euro an heimische Unternehmen vergeben. Das gaben die beiden Verantwortlichen Sandra Venus und Sabrina Schütz-Oberländer am Freitag bei einer Pressekonferenz bekannt. Am meisten Geld floss mit 16,7 Mio. Euro (38 Prozent) in den Tourismus, gefolgt von der Industrie mit 11,7 Mio. Euro (27 Prozent). Das heurige Jahr wird vor allem im Zeichen der Vorbereitung auf die neue EU-Förderperiode ab 2014 stehen.

Hoffnung in Regierungswechsel

Der Vorsitzende des KWF-Kuratoriums, Klaus Wutte, meinte, er hoffe darauf, dass die neue Landesregierung "klug investieren" werde, ausdrücklich begrüßt wurde von ihm die Ankündigung von Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ), die Sozialpartner wieder stärker in die politischen Entscheidungen einzubinden: "Beim KWF sind die Sozialpartner im Kuratorium und das hat sich sehr bewährt." Der Fokus der Wirtschaftsförderung werde auch heuer stark auf dem Sektor Forschung und Entwicklung liegen.

17.000 Arbeitsplätze "gesichert"

Von den 821 im Vorjahr abgewickelten Förderfällen betrafen 614 Unternehmen mit nicht mehr als neun Mitarbeitern. Die Bandbreite der unterstützten Investitionen ist enorm, der größte Einzelfall hatte ein Volumen von 48 Mio. Euro, der kleinste von lediglich 600 Euro. Die Förderungen generierten insgesamt Investitionen im Ausmaß von 437,4 Mio. Euro und sicherten knapp 17.000 Arbeitsplätze.

Neu in den Schwerpunkten für das laufende Jahr ist der Bereich "CO2-arme Wirtschaft". Wie Schütz-Oberländer erklärte, sei dies ein von der Europäischen Union vorgegebener Fokus, für den rund 20 Prozent der Mittel aufgewendet werden müssten, ein Ziel, mit dem man sich aber voll und ganz identifizieren könne. Außerdem wolle man den Technologiepark in Villach und den Lakeside Park in Klagenfurt weiter ausbauen, die Kompetenzzentren stärken und weiterhin Stiftungsprofessuren unterstützen. (APA, 29.3.2013)

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    Den Lindwurm, das Wahrzeichen Klagenfurts, freuts.

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