Leitbörsen Fernost schließen ohne klare Richtung

22. März 2013, 12:22
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Tokio - Die Leitbörsen in Fernost haben am Freitag uneinheitlich tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio verlor klare 297,16 Zähler oder 2,35 Prozent auf 12.338,53 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong fiel um 110,58 Zähler (minus 0,50 Prozent) auf 22.115,30 Einheiten. Der Shanghai Composite konnte dagegen ein kleines Plus von 4,04 Punkte oder 0,17 Prozent auf 2.328,28 Punkte verbuchen.

Auch die Märkte in Singapur und Sydney konnten keine einheitliche Richtung finden. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.258,57 Zählern mit einem moderaten Minus von 9,08 Punkten oder 0,28 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney erhöhte sich dagegen um minimale 4,0 Zähler oder 0,08 Prozent auf 4.980,80 Einheiten.

Vor allem Tokio zeigte sich von den weiter anhaltenden Sorgen um Zypern deutlich belastet. In der Früh hat Russland die eigenen Verhandlungen über neue Finanzhilfen mit Zypern für gescheitert erklärt. Indessen will der Inselstaat mit einem neuen Rettungsplan und ersten Sanierungsschritten bei den Banken nun einen Ausweg aus der Schuldenkrise erzwingen.

Japanische Exportwerte litten unter einem wieder gestiegenen Yen. So fielen Autowerte wie Toyota um 2,20 Prozent auf 4.880,0 Yen, Honda gaben 2,65 Prozent auf 3.670,0 Yen nach und Mazda ermäßigten sich um 2,68 Prozent auf 291,0 Yen. Weiters waren die Aktien der beiden Kamera-Hersteller Olympus (minus 3,22 Prozent auf 2.222,0 Yen) und Nikon (minus 3,18 Prozent auf 2.252,0 Yen) weit unten im Nikkei-225 zu finden.

In Hongkong mussten verstärkt Unternehmen, die einen Großteil ihrer Geschäfte in Europa betreiben, Terrain abgeben. So sackten HSBC Holdings um 1,19 Prozent auf 83,10 Hongkong Dollar ab, und Esprit Holdings verloren 1,35 Prozent auf 9,47 Hongkong Dollar.

Dagegen zogen China Unicom um klare 3,67 Prozent auf 10,74 Hongkong Dollar an. Das Telekommunikations-Unternehmen hat mit seinem Gewinn für das vierte Quartal die Erwartungen der Analysten übertreffen können, hieß es.

Yue Yuen Industrial Holdings, ein Zulieferer von Nike, konnten von den Zahlen des US-Sportartikelherstellers profitieren: Die Aktien stiegen um 1,01 Prozent auf 25,0 Hongkong Dollar. Dank seines starken Heimatmarktes zeigte sich Nike im dritten Geschäftsquartal überraschend fit und verdiente unterm Strich 662 Mio. US-Dollar und damit 16 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das war deutlich mehr als von Analysten erwartet.

Leighton Holdings büßten klare 6,91 Prozent auf 20,20 australische Dollar ein. Der Verwaltungsratsvorsitzende der australischen Hochtief-Tochter, Stephen Johns, hat sich mit der Führung des Essener Baukonzerns überworfen und ist zusammen mit zwei Kollegen zurückgetreten. (APA, 22.3.2013)

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