Informatik: Unis machen kein Aufnahmeverfahren

21. März 2013, 12:56
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Nach der TU Wien und der Uni Wien gibt auch die TU Graz bekannt, keine Zulassungsprüfungen in Informatik durchzuführen

Im Studienfeld Informatik wird es, obwohl die Möglichkeit besteht, auch künftig keine Zugangsbeschränkungen geben. Auch die TU Graz wird auf ein Aufnahmeverfahren in Informatik verzichten. Das Rektorat hat laut einer Presseaussendung am Mittwoch beschlossen, keine Aufnahmetests für die betroffenen Studien Informatik, Softwareentwicklung-Wirtschaft und Telematik durchzuführen. "Die TU Graz sieht keinen Bedarf, im MINT-Fach Informatik die Anfängerzahlen zu reduzieren", erklärt die TU Graz ihren Entschluss. Für das Architekturstudium und das Studium der Molekularbiologie soll es allerdings ein Aufnahmeverfahren geben.

Neben der TU Graz haben zuvor auch die TU Wien und die Universität Wien angekündigt, keine Aufnahmeverfahren im Studienfach Informatik durchzuführen. Die Regierung hatte eigentlich einen Testlauf zur Studienplatzfinanzierung beschlossen, wonach die Anfängerplätze in den Studienfeldern Architektur und Städteplanung, Biologie und Biochemie, Informatik, Pharmazie sowie Wirtschaft beschränk sind. Betroffen sind 28 verschiedene Studienfächer. Überschreitet die Zahl der Studienwerber die Mindestzahl der festgelegten Studienplätze, dürfen die Universitäten Aufnahmeverfahren durchführen.

Informatik-Studien werden derzeit an den Unis Wien, Salzburg, Innsbruck Klagenfurt und Linz sowie den TUs Wien und Graz angeboten. Während die Unis Salzburg, Innsbruck, Linz und Klagenfurt von Anfang an auf die Einführung von Aufnahmeverfahren verzichtet hatten, machte die TU Wien eine Kehrtwendung. Ursprünglich waren dort Aufnahmeverfahren geplant, die Uni sah allerdings davon ab, da die vom Ministerium vorgelegte Mindest-Platzzahl für die Uni "viel zu hoch, unrealistisch und mit den tatsächlichen Kapazitäten" unvereinbar sei. Aufgrund dieser Entscheidung sah dann auch die Uni Wien vom angekündigten Aufnahmeverfahren ab. (red, APA, derStandard.at, 21.3.2013)

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