Bayern matchen sich mit Juventus

15. März 2013, 17:22
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Match in 4 Stunden doppel ausverkauft - Favoritenrollen im Viertelfinale ansonsten für Dortmund, Real Madrid und den FC Barcelona

Nyon - Bayern München gegen Juventus Turin lautet der Schlager im Viertelfinale der Fußball-Champions League. Die Duelle der Rekordmeister aus Deutschland und Italien finden am 2./3. April (Hinspiel) bzw. 9./10. April (Rückspiel) statt. Die Bayern und David Alaba bestreiten die erste Partie zu Hause. Dies ergab die Auslosung am Freitag am UEFA-Sitz in Nyon.

In den übrigen Viertelfinali bekommt es Paris St. Germain mit dem FC Barcelona zu tun, Real Madrid trifft auf Galatasaray Istanbul, Malaga auf Borussia Dortmund - die als Topfavoriten gehandelten Mannschaften treffen also frühestens im Halbfinale aufeinander.

"Große Nächte"

Die Bayern wissen aber um die Stärke von Juventus, befinden sich die Turiner doch auf souveränem Kurs Richtung zweitem Meistertitel in Folge. "Das ist ein richtiges Kaliber, ein richtig schwerer Gegner. Das werden große Nächte", meinte Bayern-Trainer Jupp Heynckes: "Ich kenne Juventus sehr gut. Es ist die im Moment beste italienische Mannschaft, defensiv sehr stark und mit großer Offensiv-Qualität."

Dazu kommt mit Evergreen Andrea Pirlo ein Ausnahmespieler. Am 33 Jahre Regisseur hatte sich im vergangenen Sommer bei der EM die deutsche Nationalmannschaft im Halbfinale (1:2) die Zähne ausgebissen. "Er ist für mich noch immer einer der Besten", schwärmte Arjen Robben. "Das wird eine schwere Aufgabe." Und Vorstandschef Rummenigge befand: "Das ist kein Traumlos."

Innerhalb von nur vier Stunden war das Hinspiel ausverkauft. Bis Freitagnachmittag sind 150.000 Kartenbestellungen in München eingegangen, Platz haben bei internationalen Partien in der Allianz-Arena aber lediglich 68.000 Zuschauer. "

Ein Wiedersehen mit Ibra

Barcelona trifft nicht nur auf den 2010 im Unfrieden geschiedenen Zlatan Ibrahimovic, sondern auf ein unberechenbares Starensemble. Seit 2011 haben die neuen PSG-Besitzer aus Katar insgesamt 250 Millionen in neue Spieler investiert - und sich damit ein Viertelfinal-Duell mit Weltfußballer Lionel Messi erkauft. "Es ist großartig. Ich bin überglücklich, dass wir diese Chance bekommen", sagte PSG-Trainer Carlo Ancelotti.

Als klare Favoriten gehen Real und Dortmund in ihre Viertelfinal-Duelle. Die Spanier sind hungrig auf den zehnten Titel, den ersten seit 2002. Zudem könnte Jose Mourinho als erster Trainer die wichtigste Trophäe des europäischen Klubkicks mit drei verschiedenen Vereinen gewinnen. Allerdings machte Galatasaray zuletzt bei Schalke einen guten Eindruck - und hat mit Didier Drogba jenen Mann in seinen Reihen, der im Vorjahr den Bayern den Pokal vor der Nase wegschnappte.

BVB wirkt zufrieden

Dortmund registrierte das Los Malaga recht gelassen - zumal das Hinspiel am 3. April gegen die finanziell arg gebeutelten Spanier mit den Ex-Münchnern Martin Demichelis und Roque Santa Cruz auswärts stattfindet. Sportdirektor Michael Zorc: "Jedenfalls besser als Barcelona, Madrid oder München."

Für Trainer Jürgen Klopp treffen "zwei Überraschungsmannschaften der Champions League aufeinander, somit steht zumindest fest, dass es einen überraschenden Halbfinalteilnehmer geben wird". Es stecke jedoch enorme Qualität in der Mannschaft Malagas, ein Unterschätzen des Gegners sei also auszuschließen.  (red - 15.3. 2013)

Die Auslosung zur Champions League hat folgende Paarungen für das Viertelfinale ergeben:

Die Paarungen:

  • Málaga CF (ESP) - Borussia Dortmund (GER)
  • Real Madrid (ESP) - Galatasaray Istanbul (TUR)
  • Paris Saint-Germain (FRA) - FC Barcelona (ESP)
  • Bayern München (GER) - Juventus Turin (ITA)

Die Termine:

  • Hinspiele:

2. April (20.45 Uhr): Paris St. Germain - FC Barcelona, Bayern München - Juventus Turin

3. April (20.45): Malaga CF - Borussia Dortmund, Real Madrid - Galatasaray Istanbul

  • Rückspiele:

9. April (20.45): Borussia Dortmund - Malaga CF, Galatasaray Istanbul - Real Madrid

10. April (20.45): FC Barcelona - Paris St. Germain, Juventus Turin - Bayern München

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  • Hätte besser laufen können: Leonardo, Sportdirektor des französischen Fußball-Topclubs Paris St. Germain, machte Freundin und Moderatorin Anna Billo per TV-Übertragung einen Heiratsantrag.

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