ATX schließt schwächer

15. März 2013, 18:11
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Die Wiener Börse hat am Freitag bei hohem Volumen mit etwas tieferen Notierungen geschlossen. Der ATX fiel am "Hexensabbat", dem großen Verfall an den Terminbörsen, um 16,23 Punkte oder 0,65 Prozent auf 2.496,47 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 21 Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.475 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,17 Prozent, DAX/Frankfurt -0,19 Prozent, FTSE/London -0,60 Prozent und CAC-40/Paris -0,71 Prozent.

Auch an den europäischen Börsen wurden überwiegend Kursverluste verbucht. Einem Händler zufolge verlief die Verfallsperiode am Terminmarkt in Wien ohne starke Kursbewegungen bei den Einzelaktien. Hohe Volumina gab es in Erste Group und OMV zu verzeichnen. Der ATX konnte sein Minus in der Settlement-Phase etwas eingrenzen.

Daneben bleiben Experten mit Blick auf die Aktienmärkte grundsätzlich zuversichtlich gestimmt, auch wenn eine Korrektur in ihren Augen wahrscheinlicher wird, hieß es aus dem Handel. Auch der Dow Jones konnte seine achttägige Rekordserie am Freitag nicht fortsetzten, nachdem die Daten zum Verbrauchervertrauen der Uni Michigan sowie der Empire-State-Index weniger erfreulich als erwartet ausgefallen waren.

Unternehmensseitig standen Wolford im Blickpunkt, nachdem der Strumpfhersteller in der Früh Zahlen für die ersten drei Quartale des laufenden Geschäftsjahres vorgelegt hatte. In diesem Zeitraum hat der Konzern einen Gewinneinbruch um 65 Prozent auf 2,48 Mio. Euro erlitten. Wolford gingen um 1,77 Prozent fester bei 23,00 Euro aus dem Handel.

Neue Nachrichten von Voestalpine

Neue Nachrichten kamen zudem von voestalpine. Die Edelstahl-Divison des Stahlkonzerns übernimmt die Mehrheit an der deutschen Eifeler-Gruppe. Außerdem kauft die voestalpine-Edelstahlsparte in China zu und erwirbt dort die Unternehmen Rieckermann Steeltech (Shanghai) und P.M. Technology (Shenzhen). voestalpine erhöhten sich um 0,23 Prozent auf 25,76 Euro.

Lenzing schlossen mit einem klaren Plus von 3,48 Prozent auf 73,70 Euro. Zum Wochenschluss ist Baumwolle auf ein Mehr-Monats-Hoch geklettert. Der meistgehandelte Terminkontrakt ging bereits am gestrigen Donnerstag auf dem höchsten Stand seit Ende April 2012 aus dem Handel, schrieben die Analysten der Commerzbank in einem tagesaktuellen Kommentar. Baumwolle ist "das" Konkurrenzprodukt für den heimischen Faserhersteller, daher profitiert Lenzing im allgemeinen von einem Anstieg der Baumwollpreise.

Am kommenden Montag wird ein Wechsel im ATX wirksam. Die Aktie des Vorarlberger Leuchtenherstellers Zumtobel kehrt wieder in den Leitindex der Wiener Börse zurück. Die Titel des Baukonzerns Strabag fliegen dafür aus dem Index raus. Zumtobel war bereits einmal im ATX vertreten. Sie wurde im September 2012 von der AMAG in den ATX-Prime verdrängt. Diesmal erleidet die Strabag dasselbe Schicksal. Während sich Zumtobel mit einem satten Plus von 6,50 Prozent auf 10,00 Euro an die Spitze der Kurstafel setzten, büßten Strabag bis Handelsschluss klare 3,49 Prozent auf 18,10 Euro ein.

Die größten Kursgewinner

1. ÖSTERR. VOLKSBANKEN AG PS +54,35 Prozent
2. BRAIN FORCE HOLDING AG    +8,06 Prozent 
3. ZUMTOBEL AG               +6,50 Prozent 
4. BWT AG                    +5,23 Prozent 
5. SEMPERIT AG HOLDING       +3,86 Prozent 
6. LENZING AG                +3,48 Prozent 
7. S IMMO AG                 +3,18 Prozent 
8. POLYTEC HOLDING AG        +2,24 Prozent 
9. LINZ TEXTIL HOLDING AG    +1,89 Prozent 
10. ANDRITZ AG               +1,75 Prozent

Die größten Kursverlierer

1. BENE AG                      -11,76 Prozent
2. MAYR-MELNHOF KARTON AG       -4,11 Prozent 
3. CONWERT IMMOBILIEN INVEST SE -3,95 Prozent 
4. STRABAG SE                   -3,49 Prozent 
5. SCHOELLER-BLECKMANN AG       -3,41 Prozent 
6. CA IMMOBILIEN ANLAGEN AG     -3,13 Prozent 
7. OTTAKRINGER GETRÄNKE AG ST   -2,86 Prozent 
8. PALFINGER AG                 -2,80 Prozent 
9. SW UMWELTTECHNIK AG          -2,37 Prozent 
10. HTI HIGH TECH INDUSTRIES AG -2,26 Prozent (APA, 15.3.2013)
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