Sondereffekte bescheren AUA Gewinn

14. März 2013, 12:28
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Die Einmaleffekte aus dem Flugbetriebsübergang von Austrian auf die kostengünstiger operierende Tyrolean helfen in der Bilanz

Wien/Schwechat/Köln - Die österreichische Lufthansa-Tochter AUA (Austrian Airlines) meldet für das Jahr 2012 einen operativen Gewinn. Das lag aber ausschließlich an hohen bilanziellen Sondereffekten, die mit dem Flugbetriebsübergang von Austrian auf die kostengünstiger operierende Tyrolean vom Juli zusammenhingen. Bereinigt um diese Einmaleffekte gab es weiter einen Betriebsverlust, der aber merklich geringer ausfiel als in den Jahren davor. 2012 ist die Mitarbeiterzahl stark gesunken.

"2012 war ein hartes Jahr", schrieb AUA-Chef Jaan Albrecht Donnerstagfrüh in einer Mitteilung." Das Sanierungsprogramm habe die Grundlage für den Turnaround geschaffen. "Wir wollen noch heuer in die schwarzen Zahlen fliegen", kündigte Albrecht an, "ohne Sondereffekte". Wie die AUA berichtete, wurde trotz einer neuerlichen Kostenlawine aus Flugsteuer und Spritpreissteigerung von zusätzlich 94 Mio. Euro der Betriebsverlust von 59 Millionen Euro auf 10,2 Mio. Euro (bereinigt) reduziert. Im Wesentlichen durch besser ausgelastete Flugzeuge und Kosteneindämmung.

Verbesserung

Zähle man den Einmaleffekt aus dem Restrukturierungsprogramm und der Flugbetriebszusammenlegung dazu, ergebe sich für 2012 ein unbereinigtes positives operatives Ergebnis von 65 Mio. Euro. Im Jahresabstand sei das eine Verbesserung um 124 Mio. Euro. Die per saldo mit 75 Mio. Euro bezifferten positiven Sondereffekte waren laut AUA primär Erträge im Zusammenhang mit künftig geringen Pensionszahlungen sowie geringeren Jubiläumsgeld- und Abfertigungsverpflichtungen. Im Gegenzug fielen 2012 höhere Abfertigungen nach den Abgängen von Piloten und Flugbegleitern an.

Ende Dezember hatte die AUA 6.236 Mitarbeiter (Vorjahr: 6.777), 8 Prozent weniger als ein Jahr davor. Wegen des Betriebsübergangs sind knapp 120 AUA-Piloten und fast 220 Flugbegleiter abgesprungen. Heuer nimmt die AUA wieder 150 Leute auf. Die operativen Gesamterlöse stiegen 2012 nach Unternehmensangaben um 4,4 Prozent auf 2,259 Mrd. Euro.

Einmalzahlung für AUA-Mitarbeiter

Alle rund 6.200 AUA-Mitarbeiter erhalten für das Jahr 2012 eine Einmalzahlung von jeweils 500 Euro, die zum März-Gehalt ausgezahlt wird, kündigte Jaan Albrecht an. Der Vorstand ist von dieser Barprämie ausgenommen. Für die Führungsebene soll es erst für 2013 Boni geben, wenn es mit den Gewinnzahlen klappt. In dem Jahr soll es einen echten operativen Betriebsgewinn geben, ohne dass dafür Einmaleffekte verbucht werden.

Die Führungskräfte sind zum Abschluss 2012 trotzdem nicht leer ausgegangen. Sie bekamen"als Anerkennung" iPads als neue Arbeitsgeräte, die sie auch privat nutzen können.

Hätte die Austrian Airlines (AUA) 2012 nicht das Ruder herumgerissen und nicht die drastischen Sanierungsschritte gesetzt, hätte das Jahr 2012 mit 200 Millionen Euro Verlust geendet, rechnete der Vorstand heute vor. "Theoretisch", wie ergänzt wurde, denn mit solchen Verlusten hätte die Airline das Jahr nicht überlebt. Nun endete das Jahr mit einem operativen Verlust von 10 Millionen, nach Sondereffekten gab es sogar ein operatives Plus von 65 Mio. Euro.

Für heuer ist ein niedriges einstelliges Millionenergebnis angepeilt, das aber nicht näher beziffert wird. Mit der Regierung wird weiter um eine Beseitigung der Ticketsteuer verhandelt. "Die muss weg", fordert der AUA-Vorstand. (APA, 14.3.2013)

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    Es geht aufwärts mit der Airline - zumindest in Ansätzen.

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