Salzburg: Team Stronach kandidiert wahrscheinlich, Neos nicht

13. März 2013, 16:31
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Landtagsobmann des Team Stronach: Wir haben die Unterschriften schon beisammen - Neos wollen sich auf Nationalratswahl konzentrieren

Salzburg Ob das Team Stronach nach den Wahlerfolgen in Kärnten und Niederösterreich nun bei der Salzburger Landtagswahl am 5. Mai 2013 antritt, seht offiziell noch nicht fest. Auf Anfrage sagte Landesobmann Erich Tadler am Mittwoch aber: "Ich nehme an, dass wir kandidieren werden. Wir haben die Unterschriften schon beisammen."

"Gutteil der Kandidaten beieinander"

Das Team in Salzburg samt einem Spitzenkandidaten werde noch vor 27. März präsentiert, kündigte der Nationalratsabgeordnete an. "Das ist dann das endgültige Go. Wir haben Hearings gemacht und einen Gutteil der Kandidatinnen und Kandidaten beieinander. Nächste Woche liegen die Karten auf dem Tisch."

Ob nun der ehemalige Nationalteam- und Salzburg-Torhüter Otto Konrad tatsächlich Spitzenkandidat wird, wie in Medien kolportiert wurde, darüber machte Tadler keine Angaben. Und das Gerücht, wonach der Vizebürgermeister von Seekirchen, Helmut Naderer, zum Team Stronach wechseln und gar Spitzenkandidat werden könnte, kommentierte Tadler mit: "Das Gerücht ist am Wachsen." Bis zum 27. März müssen die erforderlichen Unterstützungserklärungen - pro Bezirk 100 Unterschriften - abgegeben sein.

Tadler glaubt an Einzug in Landtag

Und obwohl sich der Nationalratsabgeordnete noch nicht dezidiert darüber äußerte, ob eine Kandidatur feststeht, zeigte er sich optimistisch: "Wir werden am 5. Mai wahrscheinlich Wahlsieger." Tadler rechnet damit, dass das Team Stronach in den Salzburger Landtag einziehen wird. Er beruft sich dabei auf Meinungsumfragen, wonach das Team sechs bis acht Prozent der Stimmen erhalten könnte.

NEOS kandidieren nicht

Die neue Partei NEOS wiederum hat zwei Wochen vor Ende der Einreichfrist der Bezirkswahlvorschläge entschieden, bei der Landtagswahl nicht zu kandidieren. "Wir haben uns entschieden, unsere Ressourcen für die Nationalratswahl im Herbst zu bündeln", begründete Parteisprecherin Astrid Wolfram den Entschluss.

Die Kürze der Zeit habe aber die Schaffung einer tragfähigen Basis - finanzieller Natur - erschwert, sagt NEOS-Vorsitzender Matthias Strolz. "Es hat sich gezeigt, dass es nicht sinnvoll ist, sich zu verzetteln. Wir wollen nichts halb machen", begründete Strolz. Ziel war es laut dem Parteichef auch, eine kräftige Landesgruppe zu gründen, und nach mehreren "Sessions" verfüge man heute in Salzburg über einen Kern von rund 30 Leuten. Rund zehn davon werden sich seinen Angaben zufolge am kommenden Samstag auch dem Hearing-Konvent für die Nationalratswahl stellen. Zum Landeskoordinator für Salzburg sei Gerfried Lexer bestellt worden, ebenfalls zum Team gehöre Barbara Unterkofler, die Tochter der früheren ÖVP-Landesrätin Maria Haidinger.

Wie viele Unterstützungserklärungen NEOS bisher gesammelt hat, wusste Strolz nicht genau. Der Parteichef kündigte aber bereits eine Kandidatur seiner Gruppierung in Salzburg - nach der Nationalratswahl - an , und zwar nächstes Jahr bei den Gemeinderatswahlen. (APA, 13.3.2013)

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    Ob Otto Konrad tatsächlich Spitzenkandidat für das Team Stronach in Salzburg werden wird, ist noch unklar.

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