A1-Betriebsrat: Regulator gefährdet Arbeitsplätze, schadet Kunden

11. März 2013, 15:12
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Hotz: TKK versucht vor Frequenzen-Auktion die Preise in die Höhe zu treiben

Der Betriebsrat des Mobilfunkers A1 macht vor der Versteigerung der Mobilfunk-Frequenzen im kommenden Herbst Stimmung gegen den Telekom-Regulator (TKK). Der Regulator beeinflusse im Vorfeld das Verfahren und versuche die Preise in die Höhe zu treiben, kritisierte Betriebsratsvorsitzender Walter Hotz am Montag in einer Aussendung. Er gefährde damit nicht nur Arbeitsplätze, sondern schade auch den Konsumenten, sagt Hotz.

Branche geht es nicht gut

"Derzeit geht es der ganzen Branche nicht gut. Zum einen ist der Markt in Österreich der am härtesten umkämpfte in Europa. Trotzdem ist das österreichische Preisniveau durchaus moderat", argumentiert Hotz. Die durchschnittlichen monatlichen Kosten für die österreichischen Konsumenten würden bei 22 Euro liegen, in Frankreich bei 50, in Deutschland bei 78 und in Großbritannien sogar bei 114 Euro.

Weniger Mittel für Netzausbau

"Uns schwimmen die Zahlen davon", sagte Hotz, der auch im Aufsichtsrat der Telekom Austria sitzt. Seine Kritik richte sich gleichermaßen an den Staat als Telekom-Hauptaktionär "Es muss nicht so sein, dass die Firmen ausgepresst werden." Dadurch würden der Branche noch mehr Mittel entzogen, die dann für den Netzausbau fehlen würden, sagte auch der Vorsitzende der Kommunikationsgewerkschaft GPF, Helmut Köstinger. (APA, 11.3.2013)

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    A1-Betriebsrat kritisiert den Regulator.

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