Warum freuen Sie sich über einen rot-grünen Wahlsieg?

10. März 2013, 21:19
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Immer höhnen, und dann jubeln: Ist das nicht inkonsequent?

Selten gab es untern meiner Leser- und Zuseherschar einen solchen Euphorie-Tsunami wie nach dem rot-grünen Wahlsieg in Kärnten. Und das, obwohl selten mit Hohn und Spott über SPÖ und Grüne gespart wird. Warum aber jubelt man über den Wahlsieg von Parteien, die man eigentlich verachtet? Ist das schizophren? Gut, wir können einwenden: Man freute sich besonders über die Abwahl der FPK-Dolme. Aber ist das wirklich das Hauptmotiv? Zweiter Einwand: Die Freude war besonders groß, weil mit Peter Kaiser und Rolf Holub bei SPÖ und Grünen zwei bemerkenswerte Personen an der Spitze stehen, die den Sieg speziell verdient haben. Und doch erklärt all das nicht alles. Der Widerspruch bleibt: Man überzieht Parteien mit Hohn, über deren Erfolge man sich aber freut, sobald diese - unerwarteterweise - eintreten. Ein paar systematische Gedanken über den Infantilismus der linken Spielart des Wutbürgertums.

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