Deutsche Bundespressekonferenz rügt den "Spiegel"

6. März 2013, 16:57
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Dem Nachrichtenmagazin wird vorgeworfen, die vereinbarte Vertraulichkeit eines Gespräches mit Verfassungsgerichtspräsident Andreas Voßkuhle verletzt zu haben

Berlin - Die deutsche Bundespressekonferenz (BPK) hat dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" vorgeworfen, die vereinbarte Vertraulichkeit eines Gespräches mit Verfassungsgerichtspräsident Andreas Voßkuhle verletzt zu haben. In einer am Mittwoch veröffentlichten Rüge des Vereins der Hauptstadtkorrespondenten heißt es, "Spiegel"-Redakteure hätten in der aktuellen Ausgabe von einem vertraulichen Hintergrundgespräch der BPK mit Voßkuhle berichtet. Die BPK sieht darin einen Verstoß gegen ihre Regeln.

Der "Spiegel" wies den Vorwurf als absurd zurück und betonte, der Text enthalte "weder wörtliche noch indirekte Zitate, die als Bruch der Vertraulichkeit angesehen werden könnten". Es habe lediglich geheißen: "Zuhörern sei der Eindruck geblieben, "dass Karlsruhe im Frühsommer das Ehegattensplitting auf die gleichgeschlechtliche Partnerschaft ausdehnen dürfte". In diesem Sinne hatte sich Voßkuhle allerdings schon mehrfach öffentlich geäußert." (APA, 6.3.2013)

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