Northug läuft zu Gold

27. Februar 2013, 14:21
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Norweger holt in Val di Fiemme seine erste Goldmedaille. Triumph über 15 km Skating vor Schweden Olsson und Landsmann Gjerdalen - Johannes Dürr nur 43.

Norwegens Skilanglauf-Star Petter Northug hat bei der WM in Val di Fiemme seine erste Goldmedaille geholt. Der Doppel-Olympiasieger von Vancouver 2010 siegte über 15 km im freien Stil mit 11,8 Sekunden Vorsprung auf den Schweden Johan Olsson und holte damit seinen insgesamt siebten WM-Titel. Bronze ging an Northugs Landsmann Tord Asle Gjerdalen.

Material war entscheidend

Das Material spielte bei den steigenden Temperaturen eine große Rolle im Rennen. Der Ski mit dem richtigen Schliff waren entscheidend, da zogen die Russen Nieten. Tour-de-Ski-Sieger Alexander Legkow wurde nur 25. (+2:28) - aber auch Skiathlon-Weltmeister und Olympiasieger Dario Cologna (SUI/8./+1:21) sowie Marcus Hellner (SWE/17./2:09) blieben offensichtlich wegen des Materials unter ihren Möglichkeiten.

Northugs Betreuer hatten dem 27-Jährigen bestes Material angeschnallt. Der Dreifach-Champion von Oslo feierte mit später Startnummer einen "Start-Ziel-Sieg", musste dabei aber an seine Grenzen gehen. Völlig verausgabt sank der WM-Zweite des Sprints gleich hinter der Ziellinie zu Boden. Wenig später jubelte der 50-km-Olympiasieger über sein achtes WM-Gold. Nur ein Titel fehlt ihm noch auf die Herren-Bestmarke seines Landsmannes Björn Dählie.

Freud und Leid bei ÖSV-Athleten

Bei den Österreichern fand man Freud und Leid. Hinter den Erwartungen blieb Österreichs zurzeit stärkster Distanzläufer Johannes Dürr. Der Niederösterreicher, der im Skiathlon eine tolle Leistung gezeigt hatte und mit einem Top-15-Ergebnis liebäugelte, landete als bester ÖSV-Läufer mit über drei Minuten Rückstand auf Rang 43. "Ich war heute nicht auf der Höhe und habe von Anfang an nicht reingefunden. Ich weiß zwar, dass die Form stimmt, aber es war heute nicht mein Rennen. Es werden auch wieder bessere Tage kommen", so Johannes Dürr.

Es war aber nicht zu übersehen, dass er wohl auch nicht die beste Skiwahl getroffen hatte. Eine grobe Struktur auf dem Belag war nötig auf dem immer feuchter werdenden Schnee. "Es hat gesaugt, es war eine Qual von Anfang bis zum Ende", gab Dürr zu.

Hauke in den Top 50

Stark präsentierte sich Max Hauke. Der 20-jährige Steirer landete als zweitbester Österreicher nur wenige Sekunden hinter Dürr auf Rang 45. "Wahnsinn, es war heute Gänsehaut pur. Danke an die Serviceleute. Ich habe gemerkt, dass die Ski gut gehen und ich mich sehr gut fühle. Ich bin einfach drauf los gelaufen und habe gehofft, irgendwie die letzte Runde zu schaffen. Es überrascht mich, dass ich vor Berni (Tritscher, Anm.) bin, weil er eigentlich immer stärker war", so Hauke.

Der Salzburger Bernhard Tritscher belegte Platz 51 und haderte etwas mit seiner körperlichen Verfassung. "Ich habe mich in der ersten Runde noch gut gefühlt, hatte in der zweiten aber schon schwere Beine. Ab da konnte ich nicht mehr zusetzen. Mein Ziel war ein Top-30-Ergebnis. Es wollte einfach nicht sein. Man kann es nicht erzwingen", so Tritscher. Der Vorarlberger Aurelius Herburger musste aufgrund von gesundheitlichen Problemen aufgeben.

Für die ÖSV-Herren sind die WM-Bewerbe damit vorbei. Bei der Staffel und dem abschließenden 50-km-Bewerb wird kein österreichischer Athlet am Start sein. "Wir sind auf einem guten Weg, aber mit der Staffel noch nicht in der Lage, ein Top-Ten-Ergebnis zu erreichen", erklärte Gandler. Deshalb sei es besser, sich dank etwas längerer Rennpause gezielt auf die kommenden wichtigen Rennen in Skandinavien vorzubereiten. (APA/sid/red, 27.2.2013)

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    Petter Northug im Ziel und am Ende.

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