"Kunst hat Recht": Produzent von "Amour" für Festplattenabgabe

27. Februar 2013, 12:22
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Einführung sei "längst überfällig", illegale Downloads sollen österreichische Filmbranche gefährden

Veit Heiduschka, einer der beiden Produzenten des Michael Haneke-Films "Amour", spricht sich für eine Einführung einer Festplattenabgabe aus. Das teilt die Initiative "Kunst hat Recht" mit.

Einführung ist "überfällig"

Er sieht einen Aufschlag auf Speichermedien für digitale Inhalte als Beitrag zur Existenzsicherung der heimischen Filmbranche. Deren Bedeutung will er mit der Oscar-Auszeichnung des Haneke-Werks als bester nicht-englischsprachiger Streifen unterstreichen. "Österreich ist stolz auf die Erfolge seiner Filmschaffenden und die Weltgeltung, die österreichische Filme trotz unserer kleinen Basis im eigenen Land erreichen." Die Einführung der Abgabe ist seiner Ansicht nach "überfällig".

Downloads sollen österreichische Filmszene bedrohen

Laut Heiduschka, der Gründer und Leiter der Produktionsfirma Wega Film ist, werden die österreichischen Filmemacher durch Downloads aus fragwürdigen Quellen und die illegale Weitergabe von Kopien um einen großen Teil des Lohns ihrer Mühen gebracht. "Amour" soll bereits über 80.000 Mal aus dem Internet heruntergeladen worden sein.

Tatsächlich sind jedoch kaum aktuelle musikalische, filmische oder literarische Werke – abseits vereinzelter Veröffentlichungen, die sich auch außerhalb des deutschsprachigen Raums erfolgreich behaupten konnten – über einschlägige Plattformen zu finden. Eine entsprechende Frage hatte "Kunst hat Recht"-Initiator Gerhard Ruiss im Standard-Chat ausweichend beantwortet und ebenfalls auf "Bestseller" verwiesen.

Anfrage

Der WebStandard hat "Kunst hat Recht" eine Anfrage bezüglich der Quelle und Erhebung der genannten Zahl an "Amour"-Downloads sowie nach Belegen für die Angabe, illegale Downloads würden österreichischen Filmemachern einen Großteil ihrer Einnahmen kosten, übermittelt. Die Antwort wird bei Einlangen nachgereicht.  (red, derStandard.at, 27.02.2013)

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    Veit Heiduschka wähnt die österreichische Filmbranche in Gefahr.

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