Innerhofer in Garmisch vor starken Österreichern

23. Februar 2013, 15:35
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Streitberger und Kröll am Podest - Reichelt, Johannes Kröll, Mayer, Franz und Puchner in den Top 15

Christof Innerhofer gewann am Samstag im Ski-Weltcup die Abfahrt von Garmisch-Partenkirchen und verhinderte einen rot-weiß-roten Dreifach-Erfolg. Der 28-jährige Südtiroler siegte auf seinem"Hausberg" in 1:37,83 Minuten und 0,12 Sekunden vor Georg Streitberger sowie Klaus Kröll (0,16) und Hannes Reichelt (0,36).  Mit drei in den Top-Vier sowie neun von elf Fahrern in den ersten 18 gab die ÖSV-Speedfraktion eine deutliche Antwort auf die Kritik nach der medaillenlos gebliebenen Heim-WM.

Sonnenfahrer riskiert

Für Innerhofer war es der sechste Weltcupsieg, der vierte in der Abfahrt und dritte in dieser Saison. "Das ist mein Hausberg. Und als 'Sonnenfahrer' konnte ich heute doppelt so viel riskieren, weil ich weiß, dass es hier immer gut für mich läuft", freute sich der Südtiroler. Damit kann nach wie vor erstmals in der Geschichte ein Italiener den Abfahrts-Weltcup gewinnen. Dabei hatte Innerhofer nach der auch für ihn mager verlaufenen Schladming-WM wieder so große Rückenprobleme, dass er nur Riesentorlauf trainieren konnte und stattdessen die meiste Zeit bei der Physiotherapie in München verbrachte. Innerhofer: "Vielleicht sollte ich es immer so machen. Nichts trainieren, Rennen fahren und gewinnen."

Erstes Abfahrtspodest für Streitberger

Der Zweitplatzierte Georg Streitberger war im Zielraum überglücklich. Schließlich ist der Salzburger erstmals überhaupt in einer Abfahrt auf dem Podest. Auf seinen dritten Weltcupsieg nach den zwei Super-G-Erfolgen in Kvitfjell (2008) und Beaver Creek (2010) fehlten nur 12 Hunderstel. "Für mich ist das ein Riesenerfolg. Ich weine einem verlorenen Sieg keine Sekunde nach", frohlockte Streitberger und zeigte auch keinen WM-Groll. "Im Super-G war ich eh dabei, und für die Abfahrt hätte ich mich qualifizieren können. Das habe ich nicht geschafft", hakte der Saalbacher mit seinem besten Abfahrtsergebnis das Thema endgültig ab. 

Kröll im Rennen um die kleine Kugel

Im Moment führt Aksel Lund Svindal mit 359 Punkten im Abfahrtsweltcup, dahinter lauern Dominik Paris, Christoof Innerhofer und auch Klaus Kröll, der nur 38 Punkte Rückstand aufweist. Mit einem zweiten Platz hätte er noch mehr gut machen können, da Svindal als Fünfter und Paris mit Rang acht patzten. "Diese vier Hundertstel bedeuten 20 Punkte. Das kann irgendwann viel ausmachen", zeigte Kröll gemischte Gefühle. "Umgekehrt habe ich hier ja nicht einmal mit einem Podium gerechnet. Ich muss weiter Druck machen, die Chance lebt", freute sich Titelverteidiger Kröll schon auf Kvitfjell.

WM-Groll habe er keinen gehegt, sagte der Abfahrts-Vierte von Schladming. "Ich habe nicht wirklich gehadert damit. Ich hatte keinen Hass oder habe gedacht, dass ich jetzt speziell was beweisen muss. Wir haben ein sehr, sehr starkes Team und sind bei der WM sicher unter dem Wert geschlagen worden. Heute haben wir es mehr als gut gemacht, auch die Jungen."

"Sind doch nicht so blind"

Hannes Reichelt freute sich ebenfalls mit den Teamkollegen und zeigte keine Frustration über den neuerlich undankbaren vierten Platz: "Zumindest haben wir damit gezeigt, dass wir doch nicht so blind sind, wie wir dargestellt wurden", meinte der Salzburger mit einem Lächeln.

Mit Johannes Kröll (10.), Matthias Mayer (11.), Max Franz (12.), Joachim Puchner (15.), Frederic Berthold (17.) und Otmar Striedinger (18.) klassierten sich praktisch alle ÖSV-Youngsters in den Rängen zehn bis 18. Nur der über Nacht erkrankte Romed Baumann (25.) und der verletzte Florian Scheiber (fährt die Saison trotz Meniskuseinriss fertig) als 41. konnten an diesem Tag nicht ganz mithalten. (APA/red, 23.2.2013)

ERGEBNIS: Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen

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    Cristof Innerhofer war in Garmisch schneller als der Rest

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