Vontobel Swiss Value Basket

20. Februar 2013, 08:07
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Aktienkorb mit schwergewichtigen Werten aus der Schweiz

Mit einer gewissen Tradition ‑ nämlich seit 2009 ‑ begibt Vontobel jeweils im Februar eines Jahres ein Zertifikat auf einen statischen Aktienkorb, dessen zehn Komponenten durch hauseigene Aktienanalysten favorisiert werden. Bei der Titelauswahl stützen sich diese auf den Value-Ansatz, der auch von der Investment-Legende Warren Buffet praktiziert wird: Es gilt, diejenigen Gesellschaften herauszufiltern, die ein solides ‑ dem Volksmund nach auch „langweiliges“ ‑ Geschäftsmodell verfolgen und deren Aktienkurs niedriger liegt als der Buchwert der Gesellschaft es rechtfertigt.

Unterbewertete Schweizer Unternehmen

Im Aktienkorb sind insgesamt zehn Werte enthalten. Die fünf „schwersten“ Titel sind mit jeweils 15 Prozent gewichtet; sie stellen damit bereits drei Viertel des Indexgewichtes. Neben der AMS (Halbleiter) und Clariant (Spezialchemie) sind dies die Finanzdienstleister und Versicherer Credit Suisse, Swiss Life und Swiss Re. Anleger parken somit die Hälfte ihres Einsatzes in einer zuletzt krisengeschüttelten Branche, die nach Meinung der Analysten von Vontobel derzeit an chronischer Unterbewertung leidet. Ferner gehen die zyklischen Industriewerte Ascom (Elektronische Ausrüstungselemente) und Bossard (Verbindungstechnik) mit jeweils 7,5 Prozent in die Berechnung ein; die verbleibenden zehn Prozent teilen sich gleichwertig auf Vaudoise Assurance (Versicherung), Vetropack (Verpackungstechnik) und Walter Meier (Gebäudetechnik/Industrie) auf.

Das durchschnittliche Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) des Aktienkorbes liegt auf dem niedrigen Wert von 9,57 – zum Vergleich: Die Analysten der Commerzbank sehen das DAX-KGV für 2013 bei etwa 12, auf 20 Jahre betrachtet liegt es gar über 15.

Die Entwicklung des Swiss Value Baskets 2013 bildet ein nicht währungsgesichertes Zertifikat (ISIN: DE000VT8SWV6, finaler Bewertungstag: 24.02.14) im Verhältnis 1:1 ab. Bei Zeichnung bis zum 21.02.13 fällt kein Ausgabeaufschlag an; auch auf die Erhebung einer Managementgebühr wird verzichtet, jedoch vereinnahmt die Emittentin die Dividendenrendite des Korbes, die sie selbst mit ca. drei Prozent p.a. veranschlagt. Die Geld-Brief-Spanne wird nach Börseneinführung bei moderaten 0,5 Prozent liegen.

ZetifikateReport-Fazit: In den letzten Jahren hatten die Schweizer zumeist ein Händchen für „ihre“ einheimischen Aktien. Anleger sollten jedoch das Wechselkursrisiko berücksichtigen: Auch für 2013 wird die Schweizer Nationalbank SNB die kritische Marke von 1,20 Schweizer Franken pro Euro verteidigen, weshalb Währungsgewinne recht unwahrscheinlich sind.

Walter Kozubek ist Herausgeber des ZertifikateReports und HebelprodukteReports. Die kostenlosen PDF-Newsletter erscheinen wöchentlich.
Weitere Infos: www.zertifikatereport.de und www.hebelprodukte.de.

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