Geistig Behindertem droht Hinrichtung in Georgia

17. Februar 2013, 19:00
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Mann mit den geistigen Fähigkeiten eines Zwölfjährigen hat 1986 seine Freundin ermordet

Washington - Im US-Bundesstaat Georgia soll am Dienstag ein Mann hingerichtet werden, der laut Experten geistig behindert sein soll. Warren Lee Hill, der im Jahr 1986 seine 18-jährige Freundin ermordet hatte, soll auf dem geistigen Niveau eines Zwölfjährigen sein. Amnesty International und Ex-US-Präsident Jimmy Carter haben öffentlich dazu aufgerufen, den Mann zu verschonen.

Auch die Angehörigen des Mordopfers sprachen sich gegen die Exekution aus. Die Geschworenen im Prozess sagten übereinstimmend, sie hätten eine lebenslange Haft vorgezogen. Diese Option erlaubten die damals gültigen Rechtsvorschriften aber nicht.

Die Hinrichtung von geistig Behinderten ist laut US-Verfassung verboten, es obliegt aber den Bundesstaaten, zu definieren, was als geistig behindert gilt. Georgia hat die strengsten Regeln. (dpa, DER STANDARD/red, derStandard.at, 18.2.2013)

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