Online-Händler wollen Rücksendungen kostenpflichtig machen

11. Februar 2013, 08:01
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Einfach einmal zu bestellen könnte für Online-Shopper in Zukunft teuer werden

Einfach einmal bestellen und im Zweifel zurückschicken - das könnte für passionierte Online-Shopper in Zukunft teuer werden: Drei Viertel der Online-Händler planen, die Kosten für Warenrücksendungen künftig auf ihre Kunden zu übertragen. Das berichtet der "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe unter Berufung auf eine Untersuchung an der Universität Regensburg

EU-Richtlinie über Verbraucherrechte

Möglich wird das durch eine neue EU-Verbraucherrechte-Richtlinie, nach der Unternehmen ihren Kunden die Rücksendung künftig in Rechnung stellen können. 76 Prozent aller befragten Unternehmen gaben an, davon Gebrauch machen zu wollen, darunter viele kleinere Versandhändler. Denn jede Retoure kostet die Unternehmen viel Geld, sie müssen mit Kosten zwischen 10 und 20 Euro pro Rücksendung rechnen, so das Nachrichtenmagazin.

Bis zu 30 Prozent der Artikel gehen zurück

Den Kunden ist das bislang egal: Die Studie zeigt, dass vier von zehn Kunden bei der Bestellung eine Rücksendung schon mit einkalkulieren. Bis zu 30 Prozent der Artikel gehen zurück. So bestellen Kunden etwa Fernseher vor Fußballweltmeisterschaften und schicken sie direkt danach zurück, oder sie bestellen Kleidungsstücke in drei bis vier Größen und Farben. Zehn Prozent aller Retouren können zudem nicht mehr verwendet werden. (red, derStandard.at, 11.2.2013)

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    Bis zu 30 Prozent der via Internet bestellten Artikel gehen zurück.

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