Reform könnte Überfischung der Bestände drastisch reduzieren

7. Februar 2013, 13:42
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Abstimmung des Parlaments über durch Quoten beschränkten Fischfang noch nicht endgültig

Straßburg - Das EU-Parlament will mit einer Reform ihrer Fischereipolitik der Überfischung der Meere Einhalt gebieten. Bereits seit Jahren wird versucht, den Fischfang mit Quoten zu beschränken, jetzt soll eine grundlegende Reform neue Perspektiven bieten.

Das EU-Parlament hat in einer einschneidenden Reform der EU-Fischereipolitik für einen Stopp der Überfischung gestimmt. Die EU-Länder werden nach dem Votum der Volksvertretung vom Mittwoch ab 2015 zu einer nachhaltigen Fischerei verpflichtet. Das bedeutet, dass nur soviel Fisch gefangen werden darf, wie nachgewachsen ist. Allerdings ist diese Abstimmung des Parlaments noch nicht endgültig. Mit den EU-Regierungen muss noch verhandelt werden.

Weniger Rückwürfe

Verboten werden auch verschwenderische Rückwürfe. Fast ein Viertel der gefangenen Fische (1,9 Millionen Tonnen pro Jahr) wird tot oder lebendig ins Meer zurückgeworfen, weil die Fische keinen Handelswert haben, oder um Quoten einzuhalten. So sollen sich die stark verringerten Fischbestände bis 2020 erholen können. Nach Kommissionsangaben sind fast 70 Prozent der Fischbestände in der EU zur Zeit überfischt.

Die größten Fischfang-Nationen in Europa sind Dänemark, Spanien, Großbritannien und Frankreich - in dieser Reihenfolge. Nach dieser Abstimmung steht ein Trialog mit der EU-Kommission und den EU-Regierungen an, um über die strittigen Punkte zu verhandeln.

Positiver Trend

Der Deutsche Fischerei-Verband hat die Entscheidung in Straßburg begrüßt. "Durch die Reduzierung der Flottenkapazitäten konnte der Anteil der überfischten Fischbestände im Nordostatlantik in den letzten sechs Jahren bereits von 94 auf 47 Prozent reduziert werden, sagte der Geschäftsführer des Verbands Peter Breckling. "Im vergangenen Jahr konnte die Gesamtfangmenge für viele Bestände bereits wieder angehoben werden. Auch 2013 setzt sich dieser positive Trend fort". (APA/red, derStandard.at, 07.02.2013)

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    Neue EU-Gesetze sollen der Überfischung Einhalt gebieten. Allerdings ist die Abstimmung des EU-Parlaments noch nicht endgültig. Mit den EU-Regierungen muss noch verhandelt werden.

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