Uneinigkeit nach Treffen der Präsidenten des Kosovo und Serbiens

7. Februar 2013, 10:34
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Jahjaga bezeichnet Meeting als "konstruktiv", Nikolic zeigt sich in erster Reaktion nicht zufrieden

Belgrad/Pristina - Die kosovarische Präsidentin Atifete Jahjaga hat am Mittwochabend ihr erstes Treffen mit dem serbischen Staatschef Tomislav Nikolic als "konstruktiv" bezeichnet. "Dies war ein erstes Treffen der Präsidenten der Republik Kosovo und der Republik Serbien als unabhängige und souveräne Staaten, anerkannte internationale Subjekte", sagte die kosovarische Staatschefin gegenüber dem staatlichen TV-Sender RTK.

Die Begegnung sei positiv gewesen und habe Unterstützung zur Normalisierung der zwischenstaatlichen Beziehungen geleistet. Einen Nutzen davon würden der Kosovo und Serbien, der Frieden und die Stabilität, nicht nur in den Beziehungen zwischen den beiden Staaten, sondern auch darüber hinaus haben, so Jahjaga.

In einer ersten Reaktion hatte sich Nikolic nicht dermaßen mit den Gesprächen zufrieden gezeigt. Der Dialog zwischen Belgrad und Prishtina könne sich nicht in Richtung einer gemeinsamen Lösung bewegen, sollte Jahjaga auf der Unabhängigkeit des Kosovo beharren, sagte der serbische Staatschef gegenüber dem Belgrader TV-Sender B-92. Gegenüber dem staatlichen TV-Sender RTS meinte der serbische Präsident kurz danach allerdings, dass ein "jeder Tag der Gespräche etwas bringen" könne.

Die EU-Außenpolitikbeauftragte Catherine Ashton, die das Treffen in die Wege geleitet hatte, hat die erste Begegnung von Nikolic und Jahjaga positiv bewertet. Sie sei in "offener und konstruktiver Stimmung" verlaufen. Beide Seiten hätten ihre Ausrichtung auf den Dialog und die Normalisierung der Beziehungen bekundet, wurde eine Aussendung von Ahston von serbischen Medien zitiert. (APA, 7.2.2013)

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