Online-Shopping verändert Luxusbranche

29. Jänner 2013, 09:27
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Das wird auch für Luxusmarken immer wichtiger

Auch die Reichen kommen um eine zunehmende Digitalisierung nicht herum - vor allem nicht beim Einkaufen. Das stellten auf der Social-Media-Konferenz DLD 2013 Ende Jänner Experten aus dem (Prestige-)Modegeschäft fest. Das Web werde für Luxusmarken immer wichtiger.

Gucci vor der Haustüre nicht mehr notwendig

Kauften vor drei Jahren 68 Prozent aller Wohlhabenden gelegentlich Produkte über das Internet, waren es ein Jahr später bereits 92 Prozent, und die Tendenz ist immer noch steigend. Zudem steigt die Anzahl der als "wohlhabend" Definierten. Nach einer Statistik von Scott Galloway von der New York University wird dieser Markt in zwölf Jahren um 600 Millionen Menschen angewachsen sein. Für den Trend sei aber vor allem die nun überbrückbare Entfernung zu teuren Marken verantwortlich. Einkaufen bei Luxusmarken fordert nun kein Gucci- oder Louis-Vuitton-Geschäft mehr vor der Haustür. Chinesen kaufen zum Beispiel schon jetzt zwei Drittel ihrer Waren über ihr Smartphone - und mehr europäische Luxuswaren als die Europäer.

Digitaler Showroom

Bei einem Auftritt von Haute-Couture-Marken im Internet ist längst nicht mehr nur die eigene Homepage ausschlaggebend. Wie Galloway betonte, wird auch der "digitale Showroom" immer entscheidender. Dabei handelt es sich um den Auftritt auf Plattformen wie Facebook, Twitter oder Tumblr. Wichtig sei ein kreativer Auftritt, der die Nutzer in Shoppinglaune versetze. Dies funktioniert nach Galloway derzeit besonders gut mit Pinterest, einem sozialen Netzwerk, in dem Nutzer Bilderkollektionen mit Beschreibungen an virtuelle Pinnwände heften können. (Franziska Bauer, DER STANDARD, 29.1.2013)

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DLD

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Gucci und Co werden öfter über das Web gekauft.

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