Heumilch darf nicht mit reinster Milch werben

28. Jänner 2013, 17:00
41 Postings

Gegen eine einstweilige Verfügung, die die Verwendung des Slogans untersagt, will die Arge Heumilch bei OGH Revisionsrekurs erheben

Wien - Heumilch erfreut sich in Österreich immer größerer Beliebtheit. Die Produktion von Heumilchprodukten (ohne Früchte und Zucker wie etwa in Joghurts) stieg 2012 um acht Prozent auf knapp 36.000 Tonnen zu. Die Käse-Erzeugung erhöhte sich um rund ein Prozent auf 4.500 Tonnen. Der Umsatz legte um 13 Prozent auf knapp 80 Mio. Euro zu. 2011 erhöhten sich die Erlöse mit Heumilchprodukten noch um 21 Prozent, vor allem weil Billa eine Eigenmarke mit Heumilch-Molkereiprodukten einführte.

Bei der Erzeugung von silofreier Heumilch darf nur frisches Grünlandfutter, Heu und Getreide an die Kühe verfüttert werden. Der Heumilch-Zuschlag sei 2012 bei rund 4 Cent pro Kilogramm gelegen und habe sich damit seit dem Start der Heumilch-Werbeaktion im Jahr 2009 verdreifacht, so der Obmann der Arge Heumilch, Karl Neuhofer, am Montag in einer Aussendung. "Für die Heumilchbauern bedeutet das einen jährlichen Mehrwert von zwölf Millionen Euro." Die Arbeitsgemeinschaft umfasst rund 8.000 Heumilch-Lieferanten und 60 Verarbeiter.

Der Rechtsstreit mit dem Tiroler Großbauer und Holzindustriellen und Getränkehersteller Fritz Egger um die Verwendung des Slogan "Die reinste Milch" geht in die nächste Runde. Gegen die vom Landesgericht Salzburg erlassene einstweilige Verfügung, welche die Verwendung des Slogans bis auf Weiteres untersagt, will die Arge Heumilch den Instanzenweg gehen und beim Obersten Gerichtshof (OGH) Revisionsrekurs erheben. (APA, 28.1.2013)

Share if you care.