Mali: Rebellen zündeten wertvolle Bibliothek an

28. Jänner 2013, 12:41
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Ahmed-Baba-Institut beherbergte 20.000 Manuskripte -

Timbuktu/Bamako - In Mali haben islamistische Rebellen vor ihrer Flucht aus der antiken Stadt Timbuktu eine Bibliothek mit unschätzbaren alten Handschriften in Brand gesetzt. Die Aufständischen hätten das neu gebaute Ahmed-Baba-Institut vier Tage zuvor angezündet, berichtete der Bürgermeister der Stadt, Halle Usmane, am Montag. Wie viel von dem Gebäude, das mehr als 20.000 Manuskripte beherbergte, zerstört ist, konnte Usmane in einem Telefonat mit der Nachrichtenagentur Reuters nicht sagen. Einige der Handschriften stammen aus dem 13. Jahrhundert.

UNESCO-Weltkulturerbe zerstört

Erst im vergangenen Jahr hatten die Islamisten einen Großteil der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden antiken Mausoleen in Timbuktu zerstört. Nach Darstellung von Historikern traf dies wichtige Stätten, die zur Geschichte des Islams in Afrika gehören. Die Zerstörung in der Stadt, die ein einziges Labyrinth aus antiken Moscheen, anderen Bauwerken und Häusern aus Lehmziegeln ist, hatte weltweit Proteste ausgelöst. (APA/Reuters, 28.1.2013)

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