Europas Leitbörsen schließen wenig verändert

20. Dezember 2012, 18:27
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Frankfurt am Main - Die europäischen Leitbörsen sind am Donnerstag mit kaum veränderten Notierungen aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 erhöhte sich um moderate 3,61 Einheiten oder 0,14 Prozent auf 2.658,30 Zähler. Nach den Kursgewinnen der vergangenen Tage legten die Aktienmärkte damit eine kleine Verschnaufpause ein.

Das Ausbleiben nennenswerter Fortschritte im US-Budgetstreit sorgte für Verunsicherung an den Märkten und damit kaum für Bewegung, hieß es aus dem Handel. Weniger als zwei Wochen vor Ablauf einer entscheidenden Frist ist in dem Konflikt immer noch kein Durchbruch in Sicht.

Auch die Datenveröffentlichungen aus den USA und der Eurozone konnten die Notierungen nicht nachhaltig beeinflussen. Im Dezember hat sich das Verbrauchervertrauen in der Eurozone leicht von seinem Dreieinhalbjahrestief des Vormonats erholen können. Der entsprechende Indikator ist von minus 26,9 auf minus 26,6 gestiegen. Volkswirte hatten jedoch mit einem etwas stärkeren Anstieg auf minus 26,5 gerechnet.

In einem europäischen Sektorvergleich waren unter anderem Versicherer im grünen Bereich angesiedelt. Dementsprechend wurde die Liste der Kursgewinner im Euro-Stoxx-50 von Generali angeführt, die Papiere zogen um 1,63 Prozent auf 13,75 Euro an. Auch AXA notierten um 1,10 Prozent fester bei 13,275 Euro.

Weiters zeigten sich Titel aus der Baubranche und Rohstoffwerte gesucht. So legten CHR 1,30 Prozent zu und Saint-Gobain gewannen 0,67 Prozent. ArcelorMittal konnten indessen ein Plus von 0,96 Prozent auf 13,205 Euro einstreifen.

In den Blickpunkt rückte außerdem die Deutsche Telekom. Nach sechs Jahren als Telekom-Chef kündigt Rene Obermann überraschend seinen Rücktritt an. Die Papiere schlossen mit einem Plus von 0,54 Prozent auf 8,627 Euro.

Dagegen gaben Ericsson 1,81 Prozent auf 65,15 Schwedische Kronen ab. Der Telekomausrüster schreibt eine knappe Milliarde Euro auf das defizitäre Chip-Joint-Venture ST-Ericsson ab und kündigte an, das Gemeinschaftsunternehmen nicht vollständig übernehmen zu wollen, nachdem Partner STMicroelectronics (minus 0,74 Prozent auf 5,415 Euro) den Ausstieg ankündigte.

Neue Nachrichten kamen zudem aus der Autobranche. Der angeschlagene Autobauer PSA Peugeot-Citroën bekommt von seinen Gläubigerbanken 11,5 Mrd. Euro zur Refinanzierung. Peugeot erhöhten sich um 0,64 Prozent auf 5,63 Euro.

Fiat wird trotz der schweren Krise auf dem italienischen Automarkt in den nächsten Jahren eine Milliarde Euro in seinen Standort von Melfi in Süditalien investieren. In Melfi soll ein neuer SUV mit der Marke Jeep und das Modell 500 X hergestellt werden. Fiat werde weiterhin in Italien investieren. Die Papiere legten um 1,42 Prozent auf 3,86 Euro zu. (APA, 20.12.2012)

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