Lindts Schoko-Teddy darf kein Goldbär sein

18. Dezember 2012, 16:00
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Ein Gericht hat Haribo recht gegeben: Der Schokobär von Lindt verstößt gegen die eingetragene Wortmarke "Goldbären"

Köln - Schokobär in Goldfolie unterliegt "Goldbären" aus Fruchtgummi: Auf Antrag des "Goldbären"-Herstellers Haribo hat das Kölner Landgericht am Dienstag die weitere Verbreitung eines in Goldfolie eingewickelten Schokoladenbären des Produzenten Lindt & Sprüngli untersagt. Der "Lindt-Teddy" verstoße gegen die für Haribo eingetragene deutsche Wortmarke "Goldbären", urteilte das Gericht. Die Ausgestaltung des "Lindt-Teddys" sei "nichts anderes als die bildliche Darstellung des Wortes 'Goldbär'" (Az. 33 O 803/11).

Das Gericht folgte damit der Argumentation von Haribo. Das deutsche Unternehmen hatte bemängelt, der Anblick des "Lindt-Teddys" als "verkörperter Goldbär" mit roter Schleife stelle unweigerlich eine Verbindung zu Haribo her. Dagegen führte Lindt & Sprüngli ins Feld, die Aufmachung seines Schokobären orientiere sich am "Goldhasen", den Lindt schon seit vielen Jahren erfolgreich im Ostergeschäft vertreibt. Auf die Bezeichnung "Goldbär" oder "Goldteddy" wurde Lindt zufolge bewusst verzichtet. Auch ähnelten sich der Schokobär und die Gummibärchen nicht, geschweige denn seien sie austauschbar.

Die Kölner Wettbewerbskammer gab dennoch Haribo recht: Aus Verbrauchersicht laute der nächstliegende Name für die in goldene Folie eingewickelte Lindt-Bärenfigur aus Schokolade schlicht "Goldbär" - gerade angesichts der großen Bekanntheitsgrades der Haribo-Gummibärchen. Jedenfalls werde ein Großteil der Verbraucher den "Lindt-Teddy" nicht als "goldene Bärenfigur", "goldfoliierten Bären" oder "goldfarbenen Schokoladenteddybären" bezeichnen. Gegen das Urteil kann Lindt Berufung beim Oberlandesgericht Köln einlegen. (APA, 18.12.2012)

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    Bärchen im Clinch. Da hilft auch süß lächeln nicht mehr.

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