Emsiger Goldtransport im Handgepäck

16. Dezember 2012, 18:30
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Bei Flügen nach Dubai werden Goldbarren in Handgepäck und Jackentaschen gesteckt, die Herkunft des Metalls ist ungeklärt

Kabul/Dubai - Immer mehr Afghanen haben bei Flügen nach Dubai (Vereinigte Arabische Emirate) kiloweise Gold im Handgepäck oder in ihren Jackentaschen. Eine große Menge des wertvollen Metalls werde über den Flughafen in Kabul außer Landes geschafft, sagte der Betriebsdirektor des Airports am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa. Anders als bei Bargeld gebe es bei Gold keine Exportbeschränkungen.

Die Tageszeitung "New York Times" hatte am Sonntag über den ungewöhnlichen Goldtransport berichtet. Ein afghanischer Beamter sagte dem Blatt, möglicherweise stünden dahinter kriminelle Taten der Taliban wie Opium-Handel, Korruption oder illegal eingetriebene Steuern. Vielleicht versuchten aber auch wohlhabende Afghanen, Vermögenswerte vor einem wirtschaftlichen Zusammenbruch in Sicherheit zu bringen, spekulierte das Blatt weiter. Nach einer weiteren Theorie könnte das Nachbarland Iran versuchen, Sanktionen zu umgehen.

Auf jeden Fall würden Goldbarren kiloweise ins Handgepäck oder in Jackentaschen gesteckt, schreibt die Zeitung. Allein in den letzten beiden Oktoberwochen seien es 250 Kilogramm gewesen. Das Edelmetall könne nicht aus heimischen Minen stammen, denn dort werde nur wenig Gold geschürft. (APA, 16.12.2012)

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