Google: "User sind nicht auf Windows 8 oder Windows Phone"

17. Dezember 2012, 12:59
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Man hat keine Pläne, weitere Apps für die Microsoft-Plattformen zu veröffentlichen

Trotz "Get your Google back"-Kampagne sowie dem Release von Chrome und einer Such-App in einer für die Windows 8-Oberfläche optimierten Version, will Google keine weitere Software mehr für das neue Microsoft-OS und dessen mobilem Gegenstück Windows Phone mehr entwickeln.

"Gehen dorthin, wo die User sind"

Das sagte der Chef des Google Apps-Produktmanagements, Clay Bavor, dem V3-Magazin. "Es gibt keine Ausbaupläne", erklärt. "Wir sind sehr vorsichtig, wenn es darum geht, in was wir investieren und gehen dorthin, wo die User sind. Sie sind aber nicht auf Windows Phone oder Windows 8." Das bedeutet auch, das keine dezidierten Clients für Gmail oder Google Driven erscheinen werden.

Fokus auf Android und iOS

Die Entscheidung ist freilich nicht auf ewig festgeschrieben. Sollten die beiden Systeme in größerem Umfang Fahrt aufnehmen, wäre man wieder an Bord. Bis dahin will man sich in Mountain View aber hauptsächlich auf die Apps für das hauseigene Betriebssystem Android sowie Apples iOS fokussieren.

"2012 haben wir die Basis gelegt und die Nutzererfahrung unserer Kernapplikationen auf Mobilgeräten wirklich verbessert. Wir sehen das aber nur als erste Version und werden weiter viel darin investieren", so Bavor.

Cloud

Es sollen auch Ressourcen in den Ausbau der eigenen Cloudangebote stecken, was auch besonders wichtig für die Arbeit mit Firmenkundschaft ist. "Die Cloud ist kein Mysterium mehr. Fast jedes Unternehmen, mit dem wir reden, macht gerade einen monumentalen Wandel durch. Viele Mitarbeiter nutzen mittlerweile fünf Geräte - etwa Tablets, Laptops, Smartphones, Desktops - und nicht mehr nur eines oder zwei. Der einzige Weg, hier eine passende Bedienerfahrung zu liefern, führt über die Cloud."

Gmail-Ausfall wegen Software-Problem

Zum temporären Ausfall mehrer Dienste meinte der Manager, dass man sich sehr hohe Standards setze und entsprechend unglücklich mit dem Problem war. Um so etwas künftig zu verhindern, wurden die eigenen Load Balancer, die die Trafficlast gleichmäßig auf die Rechenkapazitäten des Unternehmens verteilen sollen, mit einem Softwareupdate bespielt.

Zu den Beeinträchtigungen war es gekommen, nachdem Googles Systeme einen Teil der eigenen Rechenzentren irrtümlicherweise als "nicht verfügbar" gekennzeichnet hatte. Dies hatte zu Überlastungen geführt, von denen unter anderem Gmail und Google Drive betroffen waren, während der Maps-Kartendienst und die Suchmaschine jedoch weiter funktionierten. (red, derStandard.at, 13.12.2012)

Links:

V3

Clay Bavor

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Für Windows 8 und Windows Phone wird es (vorerst) keine eigenen Google Apps mehr geben.

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