60.000 Euro Schmerzensgeld für deutsches CIA-Folteropfer

13. Dezember 2012, 14:37
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El Masri zu Unrecht 2003 von Mazedonien an US-Geheimdienst übergeben

Skopje/Straßburg - Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat die Überstellung Khaled el Masris durch Mazedonien an den US-Geheimdienst CIA als schwere Grundrechtsverletzung anerkannt. Die Richter sprachen dem deutschen Familienvater libanesischer Abstammung am Donnerstag ein Schmerzensgeld von 60.000 Euro zu.

Der 49-Jährige hatte über eine menschenunwürdige Behandlung vor fast zehn Jahren in Mazedonien geklagt. Dies war seine letzte Chance, von der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik eine Entschädigung für die brutale Behandlung und die Verschleppung zu bekommen.

El Masri war 2003 in Skopje von der Polizei festgenommen worden, nach wochenlangem Verhör wurde er dem US-Geheimdienst übergeben. Die CIA hatte ihn wegen mutmaßlicher Verbindungen zu Terrornetzwerken nach Afghanistan gebracht. Dort wurde er mehr als vier Monate in einem Gefängnis festgehalten und misshandelt, bevor man ihn freiließ. Der Fall hatte ab 2004 in Deutschland großes Aufsehen erregt. (APA, 13.12.2012)

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    Khaled el Masri.

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