Motorola Mobility: Rückzug aus Südkorea

10. Dezember 2012, 14:11
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Folgt Abgang von HTC, über 500 Stellen gehen verloren

Motorola Mobility, seit Mai im Besitz von Google, wird sich im Rahmen seiner Umstrukturiererung aus Südkorea zurückziehen. Wie The Next Web berichtet, ist der Abschied aus dem ostasiatischen Land für Anfang 2013 geplant.

Zehn Prozent erhalten Umzugsangebot

Betroffen sind anscheinend über 500 Mitarbeiter, die sich auf die Suche nach einem anderen Arbeitgeber machen müssen. Zehn Prozent des Personals in der Entwicklungsabteilung soll ein "Relocation Package" angeboten bekommen, um andernorts - vermutlich in den USA, wo es einen Standort in Chicago gibt - weiter zu arbeiten.

Konzentration auf erfolgreichere Märkte

Ziel ist es, so das Unternehmen, die "globalen Entwicklungs- und Forschungsanstrengungen zu konolidieren um die Zusammenarbeit zu fördern". Man will seine Aufmerksamkeit jenen Märkten widmen, in welchen man gut positioniert ist, um effektiver im Wettbewerb zu operieren.

Samsung, LG und Apple zu stark?

Motorola ist nicht der erste Smartphonehersteller, der das Land verlässt. Bereits im Sommer hat HTC seinen Abschied gegeben. Zu den Gründen gibt es verschiedene Annahmen. Nicht ganz unwahrscheinlich ist angesichts des Statements dass die starke Marktdominanz der nationalen Größen Samsung und LG für die Entscheidung eine gewichtige Rolle gespielt hat. Den drittgrößten Marktanteil hält Apple.

In Korea verbleiben lediglich zwei Abteilungen. Laut ETNews sind in dem Land derzeit rund 40.000 Motorola-Handys in Umlauf. (red, derStandard.at, 10.12.2012)

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    Südkorea war eines der wenigen Ländern mit einem Motorola-Forschungszentrum.

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