Islamisten dominieren syrisches Rebellenkommando

7. Dezember 2012, 19:36
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Aufständische einigen sich auf gemeinsames Kommando

Damaskus - Die Aufständischen in Syrien haben sich Insidern zufolge auf ein gemeinsames Kommando im Kampf gegen Präsident Bashar al-Assad verständigt. Bei einem Treffen in der Türkei seien 30 Führungsmitglieder gewählt und auf verschiedene Abschnitte verteilt worden, sagte am Freitag bei einem Treffen in der Türkei ein Delegierter, der namentlich nicht genannt werden wollte. Viele Angehörige der neuen Kommando-Einheit hätten Verbindungen zu islamistischen Gruppen wie den Muslimbrüdern und den Salafisten. An der Zusammenkunft in dem Badeort Antalya nahmen auch Sicherheitsvertreter der USA, Großbritanniens, Frankreichs und der Golfstaaten teil.

Zweidrittel des Rebellenkommandos habe Verbindungen zur Muslimbruderschaft oder stehe ihnen politisch nahe, hieß es in weiter. Ausgeschlossen aus dem Führungszirkel seien dagegen die höchstrangigen Offiziere, die aus Assads Armee übergelaufen sind. "Jetzt sind wir dabei, einen Militärchef und einen politischen Verbindungsmann für jede Region zu wählen", sagte ein Delegierter.

Das Treffen folgt auf eine Zusammenkunft der syrischen Opposition in Katar im November, wo die bis dahin zersplitterten und zerstrittenen Gruppen im November einen neuen Dachverband gegründet hatten. In dem seit März 2011 anhaltenden Bürgerkrieg sind schätzungsweise 40.000 Menschen getötet worden. Über den Konflikt soll in wenigen Tagen auch auf einer Konferenz der Freunde Syriens beraten werden. Darin sind mehrere Länder zusammengeschlossen, die die Rebellen überwiegend mit nicht-militärischen Mitteln in ihrem Kampf gegen Assad unterstützen. (APA, 07.12.2012)

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