Raiffeisen rechnet mit Renaissance für Fonds

5. Dezember 2012, 19:58
posten

Erstmals seit 2006 Zuflüsse

Wien - Die größte heimische Fondsgesellschaft Raiffeisen Capital Management (RCM) erwartet das Ende der Durststrecke für die Branche. " Für die gesamte Fondsindustrie war 2012 das Jahr des Turnarounds", sagt Mathias Bauer, Geschäftsführer der Raiffeisen KAG. Vonseiten österreichischer Privatanleger gab es erstmals seit 2006 wieder Netto-Zuflüsse in die Fonds.

In Österreich wuchs laut RCM der Investmentfondsmarkt bis Ende Oktober um 8,8 Milliarden Euro oder 6,5 Prozent auf 143,4 Milliarden Euro. Damit sei man zwar noch vom alten Höchststand von 156 Milliarden Euro entfernt, aber die Branche nehme Kurs auf die alte Rekordmarke von 2005, sagte Bauer.

Suche nach Alternativen im Niedrigzinsumfeld

Bei Raiffeisen wurden in den ersten zehn Monaten 2012 eine Milliarde an Fondsvolumen abgesetzt. Anleger waren dabei vor allem auf der Suche nach Alternativen im Niedrigzinsumfeld. Fonds mit Unternehmensanleihen, die höhere Zinsen zahlen als Staatsanleihen, seien der Absatzbringer gewesen. Privatanleger würden weiter sehr defensiv veranlagen.

Die größte Herausforderung für die Fondsbranche bleibt laut Raiffeisen das gesetzliche Umfeld. Europaweite Regulierungen wie AIFM, eine Richtlinie zur Verwaltung Alternativer Investmentfonds, oder das erneuerte UCITS-Regelwerk in der fünften Ausgabe würden den Verwaltungsaufwand drastisch erhöhen. Das würde den Verdrängungswettbewerb und die Konsolidierung in der Branche fördern, sagte Bauer. (red, DER STANDARD, 6.12.2012)

Share if you care.