Institut für europäische Integrationsforschung nun an Uni Wien

3. Dezember 2012, 13:41
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Eröffnung nach Transfer von der ÖAW - Institutsleiterin freut sich über "stabiles Umfeld"

Wien - Im Zuge der derzeit laufenden Restrukturierung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) wurde das Institut für europäische Integrationsforschung (EIF) von der ÖAW an die Universität Wien transferiert. Mit einem Symposium über Europas Krise wurde die Einrichtung am Montag als neues Institut der Uni Wien eröffnet. Institutsleitern Gerda Falkner freut sich im Gespräch mit der APA angesichts einer bis 2015 garantierten Finanzierung über "ein stabiles Umfeld, das für eine langfristige Zukunft gut aufgestellt ist".

Falkner rechnet damit, an der Uni Wien "noch ein bisschen interdisziplinärer zu werden als wir schon waren". Schließlich werde die Einrichtung von vier Fakultäten getragen, "was sehr gut zum Schnittstellenthema der Europäischen Integration passt".

Studenten profitieren

"EU-Politik prägt heute fast alle Bereiche der Politik in den Mitgliedstaaten. Deshalb darf die EU auf wissenschaftlicher Ebene nicht vernachlässigt werden, wenn es um Wirtschaft, Recht, Politik und Gesellschaft geht", so Falkner in einer Aussendung der Uni. Rektor Heinz W. Engl freut sich über eine Erweiterung der Forschungskompetenz der Universität Wien, von der auch die Studenten profitieren werden. Denn die am EIF tätigen Wissenschafter werden auch in der Lehre eingesetzt.

Falkner hebt aber vor allem die Forschungskompetenz der zwölf am Institut tätigen Wissenschafter - der Großteil davon Postdocs und höherqualifiziert - hervor. Als "Team von Forschenden" stelle das Institut "etwas Besonderes" dar, damit könne man in der Forschung zur Europäischen Integration ganz etwas anderes tun. Denn es gebe bei diesem Thema viele Fragen, die man nicht in Einzelaufsätzen abarbeiten könne, da brauche es gutes Forschungsdesign und systematische Arbeit in einer Gruppe.

Enge wissenschaftliche Kooperation

"Das ist nicht so viel anders als in den Naturwissenschaften, aber es gibt nur selten die ausreichenden Ressourcen dafür", sagte Falkner, die hofft, "dass man zunehmend sehen wird, dass nicht nur die Naturwissenschafter wirkliches Teamwork brauchen, um in der Forschung weiterzukommen". Wichtig ist der Instituts-Chefin zudem die enge wissenschaftliche Kooperation mit internationalen Partnern wie der Max-Planck-Gesellschaft. Das Institut gibt auch zwei referierte internationale Fachjournale heraus: Die "European Integration online Papers" (EIoP) und die "Living Reviews in European Governance" (LREG). (APA, 3.12.2012)

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