Razzia bei der "Berliner Morgenpost"

30. November 2012, 11:56
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Auch Wohnung einen Redakteurs durchsucht - LKA-Mtarbeiter soll für Informationen aus laufenden Ermittlungsverfahren bezahlt worden sein - Axel-Springer-Verlag kündigt Rechtsmittel an

Am Mittwoch haben die Polizei und Fahnder der Berliner Staatsanwaltschaft das Büro eines Reporters der "Berliner Morgenpost" und die Wohnung des Journalisten durchsucht, berichten deutsche Medien. Laut Spiegel Online werde ermittelt, weil der Redakteur, einen Mitarbeiter des Landeskriminalamts (LKA) für Informationen aus laufenden Ermittlungsverfahren bezahlt haben soll. Bei der Durchsuchung im Verlagsgebäude des Axel-Springer-Verlags in Berlin-Kreuzberg seien Computer und andere Beweismittel sichergestellt worden.

"Wir ermitteln wegen Bestechung", wird ein Sprecher der Berliner Justiz auf Spiegel Online zitiert.  Man gehe "dem Verdacht nach, dass Informationen aus laufenden Ermittlungsverfahren gegen Geld an Unbefugte weitergegeben worden sind". Der Axel-Springer-Verlag bestätigte die Durchsuchungen, der Verlag kündigt Rechtsmittel an. "Wir weisen die Verdächtigung gegenüber einem unserer Redakteure zurück. Die Durchsuchung ist grob unverhältnismäßig und rechtswidrig", sagt eine Sprecherin gegenüber spiegel.de, "mit Blick auf die grundrechtlich geschützte Pressefreiheit und das Redaktionsgeheimnis wird die 'Morgenpost'" Rechtsmittel einlegen." (red, derStandard.at, 30.11.2012)

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