Korneuburger Grundwasser: Global 2000 befürchtet Einleitung in Donau

23. November 2012, 14:49
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Kontaminiertes Wasser soll ab Montag in den Fluß gepumpt werden - BH Korneuburg wies Vorwürfe zurück

Korneuburg - Mit Pestiziden kontaminiertes Korneuburger Grundwasser soll nach Angaben von Global 2000 ab Montag in die Donau eingeleitet werden. Das wäre ein "unfassbarer und in keiner Weise zu rechtfertigender Schritt", hieß es in einem offenen Brief an die Bezirkshauptmannschaft Korneuburg, in dem die Umweltschutzorganisation am Freitag weitere Fehler der Behörde kritisierte. Bezirkshauptfrau Waltraud Müllner-Toifl wies auf APA-Nachfrage sämtliche Vorwürfe zurück.

Sämtliche Sanierungsmaßnahmen würden auf Hochtouren laufen und zudem unter Begleitung von externen Sachverständigen und Experten laufend geprüft, so Müllner-Toifl. Das Konzept sei in Arbeit und werde schrittweise angeordnet. Die Firma Kwizda habe dabei als Verursacher die Kosten zu tragen.

Auflistung von Mängeln

In dem von Global 2000 und der Bürgerinitiative "Pro reines Wasser" unterzeichneten Brief wurden die angeblichen Mängel vonseiten der BH aufgelistet: So habe man u.a. die gewerbliche Grundwasserkontamination nicht nur nicht verhindert, sondern auch zwei Jahre nicht festgestellt und die Bürger anschließend nicht und dann irreführend informiert sowie weitere Umweltschäden durch falsche Maßnahmen verursacht.

Aus Sicht von Global 2000 sollten statt einer Einleitung in die Donau effizientere Maßnahmen zur Beseitigung der Pestizide aus dem Grundwasser ergriffen werden. Falls in Bezug auf private Trinkwasserbrunnen "Gefahr im Verzug" bestehe, empfahl die Umweltschutzorganisation, das abgepumpte Grundwasser bis zur baldigen Installierung einer geeigneten Filteranlage ungereinigt stromaufwärts wieder dem Grundwasserstrom zuzuführen. (APA, 23.11.2012)

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