EU spart sich Geld vom Mund ab

Blog22. November 2012, 16:24
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Es ist eine Frage des Essens, die sich heute in Brüssel stellt: Am Gipfel gibt es "nur" kalte Platte, kein warmes Essen

Mit dem Sparschwein und der Sumsi lernen Kinder, was Geld ist. Und warum man das Videospiel erst kaufen kann, wenn genug Scheine oder Münzen im Porzellan-Schwein gelandet sind. Und dass das Geld, das einmal weg ist, wieder schwer von Opa oder Oma abzuluchsen ist. Und wie Mama und Papa auch sparen müssen, damit man im Sommer ins Meer hüpfen kann. Vorbild sein ist wichtig.

Das haben sich offenbar auch die Herren und Damen gedacht, die wieder einmal zwei Tage lang in Brüssel gipfeln. Und, ja, es geht wieder ums Sparen. So flattert uns über die Nachrichtenagentur eine Meldung ins Haus, die endlich die brennendste aller Fragen am Wirtschaftstisch der Redaktion beantwortet: Beim Gipfel heute Abend gibt es nur kalte Platte, kein üppiges Abendessen. Die Agentur informiert uns weiter, dass zur kalten Platte Wasser, Bier und offener Wein gereicht werden.

Das sitzt. Das ist ein Zeichen: He, Ihr Griechen, Ihr Spanier, alle, die Ihr sparen müsst. Schaut her, wir machen euch das vor, wir sparen uns die Kohle vom Mund ab! Wie viel mit den Essenseinschnitten wirklich gespart wird, wissen wir auch nicht. (rom, derStandard.at, 22.11.2012)

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