Auf neuen Sportdirektor wartet viel Arbeit

22. November 2012, 11:04
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13 Spielerverträge laufen aus - Stammspieler sollen bleiben

Trondheim  - Wie auch immer Rapids künftiger Sportdirektor heißt - viel Zeit zum Einarbeiten bleibt dem neuen starken Mann beim Fußball-Rekordmeister nicht. Zu Saisonende laufen die Verträge von nicht weniger als 13 Spielern des aktuellen Profi-Kaders aus. Um rechtzeitig eine konkurrenzfähige Mannschaft für 2013/14 auf die Beine zu stellen, müssen diese Personalfragen so schnell wie möglich gelöst werden.

Der Zeitplan von Rapid sieht laut Präsident Rudolf Edlinger vor, dass der neue Sportdirektor noch vor Weihnachten präsentiert wird. Anfang Jänner beginnen die Grün-Weißen mit der Frühjahrsvorbereitung, die bei den Wienern normalerweise auch dazu genützt wird, um die personellen Weichen für den darauffolgenden Sommer zu stellen.

Verträge laufen reihenweise aus

Die wichtigste "Baustelle" wurde mit der Verlängerung von Kapitän Steffen Hofmann bis 2016 vor einigen Tagen beseitigt. Allerdings haben Markus Katzer, Markus Heikkinen, Mario Sonnleitner, Gerson, Muhammed Ildiz, Christopher Drazan, Stefan Kulovits, Thomas Prager, Harald Pichler, Boris Prokopic, Kristijan Dobras sowie die beiden Goalies Jan Novota und Thomas Dau nach jetzigem Stand ab kommenden Sommer keinen Kontrakt mehr bei Rapid.

Die Gefahr eines Spieler-Exodus und eines dadurch notwendigen neuerlichen Umbaus der Mannschaft sieht Trainer Peter Schöttel aber nicht. "Ich gehe davon aus, dass alle Stammspieler bleiben, sofern sie nichts anderes vorhaben", sagte der Wiener. Als Stammspieler bezeichnete Schöttel aus dem betroffenen Kreis Sonnleitner, Gerson ("Bei ihnen schaut es mit einer Verlängerung gut aus") sowie Heikkinen und Ildiz vor deren Verletzungsproblemen. "Bei Ildiz ist von Vereinsseite das Interesse da, dass er länger bleibt und dass er noch oft die Gelegenheit bekommt, sich zu zeigen", meinte Schöttel.

"In keinem Fall etwas entschieden"

Auch die restlichen Kicker dürfen sich nach wie vor Chancen auf einen längeren Verbleib bei Rapid ausrechnen. "Es ist noch in keinem Fall etwas entschieden", sagte Schöttel, betonte aber auch: "Dass Verträge von älteren Spielern nicht verlängert werden, ist im Fußball nichts Besonderes."

Definitive Beschlüsse über Abschiede oder Verlängerungen sind bei Rapid derzeit jedoch nicht möglich, schließlich lässt der neue Sportdirektor noch auf sich warten. "So lange diese Position noch nicht besetzt ist, passiert in punkto Vertragsverhandlungen nichts", erklärte Schöttel.

"Schnellschüsse wird es keine geben"

Dies gilt auch für die von Edlinger im Winter in Aussicht gestellten Neuverpflichtungen. "Darüber jetzt zu reden, ist sicher nicht der richtige Zeitpunkt. Es wäre unlogisch, etwas zu machen, bevor wir den Sportdirektor haben. Schnellschüsse wird es keine geben", beteuerte Schöttel.

Da der neue Mitstreiter des Trainers nach den Angaben von Edlinger nicht zwingend eine Rapid-Vergangenheit vorweisen muss, könnte das Szenario eintreten, dass Rapid zwar einen Sportdirektor mit Visionen, aber ohne genaue Kenntnis der Mannschaft und der Bundesliga bekommt. "Wenn das so sein sollte, kann er sich ja immer noch bei mir informieren", meinte Schöttel. (APA; 22.11.2012)

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    Grün-Weiß stehen Veränderungen bevor.

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