Die Admira hat eine Phase und reist zum WAC

16. November 2012, 14:23
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Kühbauer-Team muss ausgerechnet gegen die Helden von Hütteldorf ihren Abwärtstrend stoppen

Wolfsberg - Dass die zweite Saison in der Bundesliga oft schwieriger ist als die erste, das muss derzeit die Admira realisieren. 2011 standen die Niederösterreicher nach 15 Runden (27 Punkte) noch an der Tabellenspitze, ein Jahr später haben sie nach zuletzt vier Niederlagen in Folge elf Zähler weniger auf dem Konto. Im Gastspiel beim WAC bietet sich am Samstag (18.30 Uhr) die nächste Gelegenheit, den Abwärtstrend zu stoppen.

Mit einem Sieg in Wolfsberg könnte die Admira die sechstplatzierten Kärntner überholen. "Wenn ein Erfolgserlebnis kommt, dann geht es wieder in die richtige Richtung. Siege sind das Beste für die Psyche", weiß Trainer Dietmar Kühbauer. Die Tabellensituation beunruhigt nicht übermßig: "Ich glaube an die Mannschaft. Letztes Jahr haben wir auch solche Phasen gehabt."

Die Wiederholung des dritten Platzes aus der Vorsaison hält Kühbauer nicht für realistisch, daran kann auch eine möglicherweise gestiegene öffentliche Erwartungshaltung nichts ändern. "Unser vorrangiges Ziel ist es nicht, um den Europacup zu spielen. Wir haben im Sommer auch Spieler verloren", erinnert der Trainer an den Abgang von Goalgetter Philipp Hosiner zur Austria. Außerdem fällt Stürmer Issiaka Ouedraogo mit einer Seitenbandverletzung im Knie mehrere Wochen aus.

Kühbauer muss umstellen. Nach dem U21-Länderspiel in Griechenland (1:1) und der hohen Belastung der vergangenen Wochen könnte auch Flügelspieler Marcel Sabitzer eine Pause erhalten, der ebenfalls bereits mit anderen Klubs in Verbindung gebracht wird. Zuletzt gegen Sturm Graz (1:2) sei seine Mannschaft zumindest ebenbürtig gewesen. "Wir wollen guten Fußball spielen, das tun wir auch", meinte Kühbauer.

Im ersten Saisonduell gegen den WAC hatte es Anfang September ein 1:1 gegeben. "Sie lassen wenig zu und haben auch gute Einzelspieler", lobt Kühbauer den "schwer zu spielenden" Gegner. Stürmer Christian Falk etwa hat in den vergangenen zwei Spielen dreimal getroffen, darunter zuletzt beim doch wundersamen 2:0 bei Rapid im Doppelpack. "Der Sieg hat der Mannschaft viel Selbstvertrauen gegeben", eröffnete Trainer Nenad Bjelica. Er lässt seine Startformation unverändert, sie müsse die Leistung aus Hütteldorf bestätigen.

Die Admira dürfe man trotz der aktuellen Schwächephase nicht unterschätzen. "Mannschaften, die lange kein Erfolgserlebnis hatten, sind immer gefährlich", erklärte Bjelica, der vor allem von der Offensive der Niederösterreicher warnte. "Sie kreieren sehr viele Chancen, schießen viele Tore, da müssen wir sehr diszipliniert auftreten. Wir machen Schritt für Schritt." (APA/red, 16.11. 2012)

Mögliche Aufstellungen und technische Daten:

Wolfsberger AC - FC Admira Wacker Mödling (Lavanttal-Arena, Samstag 18.30 Uhr, SR Schüttengruber). Bisheriges Saisonergebnis: 1:1 (a)

WAC: Dobnik - Thonhofer, Sollbauer, Solano, Baldauf - Putsche - Kerhe, De Paula, Liendl, Jacobo - Falk

Ersatz: Knaller - Suppan, Jovanovic, Cemernjak, Rivera, Polverino, M. Kröpfl, Topcagic, Zakany, St. Stückler

Es fehlen: Messner (Schambeinprobleme), Gsellmann (Darmerkrankung)

Admira: Tischler - Auer, Windbichler, Schrott, Palla - Schick, Mevoungou, Thürauer, Jezek - Schwab, B. Sulimani

Ersatz: Leitner - Plassnegger, Seebacher, P. Pöllhuber, Th. Weber, D. Toth, R. Schicker, Sabitzer, Seeger, Sax

Es fehlen: Ouedraogo (Seitenbandverletzung im Knie), Schachner (Muskelfaserriss in der Wade), Drescher (nach Gesichts-OP), Freudenthaler (verletzt)

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