ORF plant 2013 eine Million Euro Plus

16. November 2012, 12:59
posten

Im Konzern - Mutterfirma: 300.000 - Sonderbudget für Ski-WM: 10,5 Millionen Euro - TV-Medienmagazin im Budget, kolportiert für ORF 3

Der ORF hat seinen Stiftungsräten die Budgetpläne für 2013 überreicht. Nach ersten Infos erwartet Finanzdirektor Richard Grasl demnach eine Million Euro Plus im ORF-Konzern, die Mutterfirma ORF ohne Töchter soll 300.000 machen. Der Finanzplan basiert auf den Zielen der Geschäftsführung für die Gehaltsverhandlungen mit dem Betriebsrat, die noch laufen, traditionell bis kurz vor dem Stiftungsrat Mitte Dezember. In dieser Sitzung soll das ORF-Aufsichtsgremium das Budget für 2013 beschließen.

Der ORF budgetiert nach ersten Infos 2,5 Millionen geringere Werbeeinnahmen als heuer, ein Rückgang um 1,2 Prozent auf 207,4 Millionen Euro. 2013 kommt die jüngste Gebührenerhöhung (mit Sommer 2012) erstmals ein volles Jahr zum Tragen.

Die Budgets von Radio- und Fernsehdirektion bleiben zu 2012 stabil. Die Fernsehdirektion mit Personal kostet rund 51 Prozent des Gesamtbudgets des ORF. Mit "Chili" entfällt im nächsten Jahr ein nicht unerheblicher Kostenpunkt im Budget, dafür soll es zusätzliches Geld für den Ausbau der "ZiB 20" geben. Mehr Geld soll auch für Forschung und Entwicklung des Smart-TV-Geschäfts bereitgestellt werden.

Die Ski-WM in Schladming bekommt laut Finanzplan ein Sonderbudget von 10,5 Millionen Euro, für die Nationalratswahl sind 1,5 Millionen budgetiert. Insgesamt steht der Finanzdirektor aber merklich auf der Kostenbremse, berichten Stiftungsräte nach erster Durchsicht des Papiers.

Im Finanzplan enthalten ist ein neues TV-Medienmagazin, das nach Infos aus dem ORF in ORF 3 laufen soll. Das bestätigt der Finanzplan nicht. Das Programmbudget von ORF 3 wird laut Plan aufgestockt.

Für Frauenförderung ist nach ersten Infos eine Million Euro zweckgewidmet; Donnerstag berichtete ORF-Chef Alexander Wrabetz nach dem Stiftungsrat von zusätzlichen Mitteln für die Absicherung von Freien Mitarbeitern, deren Höhe er aber nicht nennen wollte. (fid, derStandard.at, 16.11.2012/APA)

Share if you care.