Familientragödie bei Verkehrsunfall in der Obersteiermark

15. November 2012, 10:27
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Mutter und Großvater tot - Elfjähriges Mädchen in Lebensgefahr - Siebenjährige Schwester verletzt

Bezirk Murtal - Eine Familientragödie hat sich am Mittwochnachmittag bei einem Verkehrsunfall in der Steiermark (Bezirk Murtal) ereignet. Bei der Kollision zwischen einem Lkw und einem Pkw starben eine 35-jährige Mutter und ihr 68-jähriger Vater. Zwei Töchter der Frau wurden verletzt. Eine Elfjährige schwebte am Abend in Lebensgefahr, ihre siebenjährige Schwester erlitt Verletzungen unbestimmten Grades. Alle stammten aus dem Bezirk Murtal.

Wie die Landespolizeidirektion mitteilte, passierte der Crash gegen 16.00 Uhr auf der Murtal Begleitstraße (L518) in Raßnitz, Gemeinde Kobenz. Die Straße musste für etwa zwei Stunden gesperrt werden.

Ein Lkw-Fahrer bog laut ORF aus einer Industriestraße in die Landesstraße ein. Laut Polizei kam er aus noch unbekannter Ursache von der Straße ab und prallte frontal gegen den von der 35-jährigen E.K. gelenkten Pkw. Ihr 68-jähriger Vater A.K. saß auf dem Beifahrersitz. Die Mädchen J.K. (7) und M.K. (11) befanden sich im Fond.

Kinder ins Spital geflogen

Der Lkw schob das Auto über eine Böschung in eine angrenzende Wiese. Der vordere Teil des Pkw wurde komplett zerstört, der linke Vorderreifen des Lkws kam auf der Motorhaube zum Stehen. Die zwei Kinder wurden mit schweren Verletzungen vom Rücksitz gerettet und mit dem Hubschrauber ins Spital gebracht.

"Eines haben wir gleich herausgeholt, das zweite haben wir erst bergen können, als wir den Lkw heruntergehoben haben. Das Kind, das am Rücksitz saß, war bei Bewusstsein und ansprechbar, aber wir haben zuerst den Lkw anheben müssen, um das Auto herausziehen zu können", schilderte der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Kobenz, Johann Bichler, dem ORF die Situation am Unfallort.

Der Lkw-Fahrer blieb unverletzt, er konnte bei einer ersten Einvernahme noch keine Angaben machen, was passiert war. Ein Alkotest beim Lkw-Fahrer verlief laut Landespolizeidirektion Steiermark negativ. Die Unfallstelle gilt als ungefährlich, die Straße verläuft gerade. (APA, 14.11.2012)

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