Nestroy-Preise für Dörte Lyssewski und Joachim Meyerhoff

5. November 2012, 21:03
19 Postings

Regiepreis an Stephanie Mohr - Maria Bill für beste Nebenrolle ausgezeichnet - Karlheinz Hackl erhielt Preis für das Lebenswerk

Wien - Bei der Gala zur 13. Verleihung der Nestroy-Preise für die besten Leistungen der vergangenen Theatersaison in Österreich sind Montagabend in der Halle E des Museumsquartiers die  Auszeichnungen vergeben worden.

Bester Schauspieler wurde Joachim Meyerhoff, dessen Erek in "Die Kommune" von Mogens Rukov und Thomas Vinterberg (Akademietheater) die Jury als preiswürdig befand. Er hielt eine pointierte Highspeed-Rede, eine Ausnahme unter den überwiegend überraschungslosen Dankesworten, und meinte, als Kommunen-Mitglied müsste er zwar eigentlich seine Auszeichnung teilen, doch seine Figur sei eben ein untypischer Kommunarde - weswegen er den Preis für sich behalte.

Jelinek-Stück beste deutschsprachige Aufführung

Der Nestroy für die beste deutschsprachige Aufführung ging an Stefan Bachmanns Inszenierung der Jelinek'schen "Winterreise" im Akademietheater. Als Beste Off-Produktion wurde "F. Zawrel - erbbiologisch und sozial minderwertig" aus dem Wiener Schubert-Theater ausgezeichnet. Der Puppenspieler Nikolaus Habjan, der mit zwei Puppen auch Teil des Galaprogramms war, und Regisseur Simon Meusburger vollführten einen wahren Freudentanz.

Dörte Lyssewski wurde für ihre Darstellung der Blanche Dubois in Dieter Giesings Inszenierung der "Endstation Sehnsucht" von Tennessee Williams im Burgtheater mit dem Preis für die beste Schauspielerin ausgezeichnet. Als bester Nachwuchs wurde Milos Lolic für seine Inszenierung von Wolfgang Bauers "Magic Afternoon" im Schwarzen Salon des Volkstheaters ausgezeichnet.

Publikumspreis an Claudius Körber

Der Publikumspreis ging an den jungen Grazer Schauspieler Claudius Körber. Bühnenbildner Olaf Altmann konnte seinen Nestroy aufgrund von Endproben in Berlin nicht persönlich abholen. Seine Dankesrede verlas "Winterreise"-Regisseur Stefan Bachmann: "Wir sollen mutig sein und frech", hieß es darin, "etwas riskieren und das Scheitern in Kauf nehmen."

Als beste Bundesländer-Aufführung wurde die Uraufführung von "Geister in Princeton" durch Anna Badora im Schauspielhaus Graz ausgezeichnet. Daniel Kehlmann wurde dafür auch mit dem Autorenpreis geehrt. Der Spezialpreis ging an die Wiener Mittelbühne Garage X für ihre gesamte Saison 2011/12.

Maria Bill als Jenny in der "Dreigroschenoper" geehrt

Die Regisseurin Stephanie Mohr wurde für die Produktion "Woyzeck & The Tiger Lillies" der Vereinigten Bühnen Wien mit dem Regie-Nestroy geehrt. Der Preis für die beste Nebenrolle ging an Maria Bill als Jenny in "Die Dreigroschenoper" im Volkstheater.

Als Moderator führte Volksopern-Direktor Robert Meyer durch den Abend. Drei Preisträger standen bereits fest: Der Schauspieler und Regisseur Karlheinz Hackl erhielt den Preis für das Lebenswerk, Daniel Kehlmann für sein Stück "Geister in Princeton" den Autorenpreis und Olaf Altmann für Jelineks "Winterreise" den Nestroy für die beste Ausstattung. (APA, 5.11.2012)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Dörte Lyssewski wurde als beste Schauspielerin ausgezeichnet.

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Joachim Meyerhoff mit der Trophäe für den besten Schauspieler.

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Claudius Körber erhielt den Publikumspreis.

Share if you care.