Den Bayern steht Franco Foda im Weg

30. Oktober 2012, 16:36
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Im Cup nach erster Meisterschaftsniederlage - FCK-Trainer Foda: "Wollen das Unmögliche möglich machen" - Düsseldorf empfängt Mönchengladbach

Mülheim - Der FC Bayern München hat in der 2. DFB-Cup-Runde am Mittwoch im Duell mit dem 1. FC Kaiserslautern gleich die Chance, die erste Meisterschaftssaisonniederlage vergessen zu machen. "Gut ist, dass wir ein Heimspiel haben und dass wir das wieder gerade rücken können", sagte Bayerns Goalie Manuel Neuer nach dem schmerzlichen 1:2 am Sonntag gegen Bayer Leverkusen.

Richtungsweisend könnte auch das rheinische Derby für Fortuna Düsseldorf und Borussia Mönchengladbach werden. Der Erstliga-Aufsteiger will den Abwärtstrend stoppen, die Gäste wollen das Selbstvertrauen nach dem 3:2-Coup in Hannover weiter stärken.

"Wir werden schon wieder eine sehr gute Bayern-Mannschaft sehen", versicherte Bayern-Trainer Jupp Heynckes vor der Partie gegen den in dieser Saison noch ungeschlagenen Bundesliga-Absteiger aus der Pfalz. David Alaba darf sich wie zuletzt Hoffnungen auf einen Einsatz in der Startformation machen. Kaiserslauterns Trainer Franco Foda sagte: "Man muss die Kirche im Dorf lassen. Träumen ist nicht verboten, aber ich bin Realist." Verstecken will sich der Außenseiter aber nicht. "Wir wollen das Unmögliche möglich machen", meinte der Ex-Trainer von Sturm Graz.

Kein Almer

Was alles möglich ist, zeigte Fortuna Düsseldorf in den ersten sechs ungeschlagenen Liga-Spielen, denen dann allerdings drei Niederlagen folgten. "Wir müssen uns darauf besinnen, was uns stark gemacht hat: Einer für den anderen, alle füreinander", appellierte Fortuna-Trainer Norbert Meier vor dem Pokal-Hit an das Wir-Gefühl.

Die Aussichten auf einen sportlichen Sieg des Arbeitgebers von ÖFB-Teamgoalie Robert Almer gegen den Dauerrivalen aus Mönchengladbach (Martin Stranzl) sind nach dem Aufschwung der Borussia und den krassen Pleiten gegen Bayern (0:5) und Wolfsburg (1:4) getrübt. Dagegen setzten die Gäste auf die Schubkraft, die das 2:0 gegen Olympique Marseille und die gelungene Aufholjagd in Hannover, wo ein 0:2 noch in ein 3:2 gedreht wurde, freigesetzt hat. "Wenn wir die Leistung der vergangenen beiden Spiele bestätigen, können wir auch in Düsseldorf gewinnen", sagte Abwehrspieler Roel Brouwers.

Kraft für einen Neuanfang holten sich die Profis des VfL Wolfsburg nach der Trennung von Trainer Felix Magath bei der Fortuna. Nun soll die Wende im Pokal gegen den FSV Frankfurt fortgesetzt werden. "Die Mannschaft soll rausgehen und ihr Spiel machen", sagte VfL-Interimscoach Lorenz-Günther Köstner, der Emanuel Pogatetz zuletzt nur auf die Bank gesetzt hatte.

Harnik am Millterntor

Bayer Leverkusen muss beim Drittligisten Arminia Bielefeld ohne Stammkeeper Bernd Leno antreten, der wegen einer Schleimbeutelentzündung im linken Ellenbogen ausfällt. Für ihn wird Michael Rensing im Tor stehen. Der seit neun Pflichtspielen unbesiegte Europa-League-Gegner von Rapid will auf der Alm die Erfolgsserie fortsetzen. "Vom Kopf her ist es aber ganz anders als am Sonntag in München. Da haben sich die Spieler selbst motiviert", sagte Bayer-Teamchef Sami Hyypiä und warnte: "Für Bielefeld ist es das Spiel der Saison."

Zum Risikospiel hat die Polizei die Pokal-Partie zwischen Hannover 96 und Dynamo Dresden eingestuft. Mehr als 10.000 Dynamo-Anhänger werden an der Leine erwartet. Auch sportlich ist das Duell des Erstligisten mit dem Zweitligaclub aus Dresden brisant. Beide Teams verloren am Sonntag ihre Punktspiele nach 2:0-Führungen noch jeweils mit 2:3. Der VfB Stuttgart (Martin Harnik, Raphael Holzhauser, Kevin Stöger) gastiert beim FC St. Pauli. (APA, 30.10.2012)

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