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Genmais der Sorte MIR 162 kann künftig in Lebensmitteln und als Tierfutter verwendet werden.

Brüssel - Die Europäische Union hat den Import von umstrittenem Genmais des Schweizer Agrarchemiekonzerns Syngenta genehmigt. Genmais der Sorte MIR 162 könne künftig in Lebensmitteln und als Tierfutter verwendet werden, teilte die EU mit. Mit der Entscheidung machte die Staatengemeinschaft den Weg frei für mehr Maisimporte aus Brasilien. Zuletzt hatte starke Trockenheit die Maisernte in Zentral- und Südeuropa beeinträchtigt. Die EU lotete deshalb alternative Bezugsquellen für Tierfutter aus.

Genetisch veränderter Mais ist in Europa höchst umstritten. Zuletzt hatte eine Studie der Universität Caen (Frankreich) für Aufsehen gesorgt, nach der mit dem Monsanto -Genmais NK 603 gefütterte Ratten oft an Krebs erkrankten und im Schnitt früher als ihre Artgenossen starben. Nicht an der Studie beteiligte Forscher hatten jedoch sowohl die Methoden als auch die Ergebnisse der Studie angezweifelt an und den Autoren unsaubere Arbeit vorgeworfen. (Reuters, 22.10.2012)