Uno-Chef warnt vor Übergreifen des Syrien-Konflikts

8. Oktober 2012, 17:21
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Ban: "Eskalation extrem gefährlich"

Damaskus/Ankara - UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat vor einem Übergreifen des syrischen Konflikts auf die Nachbarländer gewarnt. Die "Eskalation des Konflikts" an der syrisch-türkischen Grenze und die Auswirkungen der Krise im Libanon seien "extrem gefährlich", sagte Ban am Montag beim "Weltforum für Demokratie" in Straßburg. Die Situation in Syrien bedrohe die Stabilität der Nachbarländer und "der gesamten Region".

Indes gehen die Grenzscharmützel zwischen Syrien und der Türkei weiter. Nach einem Beschuss der türkischen Ortschaft Akcakale landeten nach türkischen Angaben am Sonntagabend auch in der Gegend von Altinozu Granaten aus dem Nachbarland. Da das Gebiet unbewohnt ist, gab es keine Opfer. Der Gouverneur der Provinz Hatay sagte, die türkischen Kräfte hätten das Feuer erwidert. In der Provinz Deraa sollen am Montag syrische Regierungstruppen einen Konvoi mit Kriegsverletzten angegriffen haben. Nach Angaben von Aktivisten starben dabei 20 Menschen.

Dem arabischen TV-Sender Al-Jazeera zufolge bereitet der syrische Präsident Bashar al-Assad bereits seine Flucht nach Russland vor. Der als früherer Medien-Mitarbeiter Assads präsentierte Abdullah al-Omar sagte dem Sender im türkischen Antakya, dass in Russland bereits rund 300 Wohnungen für die Familie Assad vorbereitet würden. (AFP, dpa/DER STANDARD, 9.10.2012)

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