Tiroler Landtag regelte SPÖ-Nachfolge in der Landesregierung

3. Oktober 2012, 13:33
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Reheis neuer Stellvertreter Platters - Naturfreunde-Vorsitzender Thomas Pupp neuer Landesrat

Innsbruck - Wenige Monate vor seiner Neuwahl hat der Tiroler Landtag am Mittwoch die Nachfolge für den von allen Ämtern zurückgetretenen Landeshauptmann-Stellvertreter Hannes Gschwentner (SPÖ) geregelt. Dessen Funktion als Stellvertreter von Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) übernahm der bisherige Soziallandesrat und designierte Tiroler SPÖ-Chef Gerhard Reheis. Naturfreunde-Vorsitzender Thomas Pupp ist für die Agenden Gschwentners und damit in Zukunft unter anderem Wohnbauförderung und Naturschutz verantwortlich. Gewählt wird in Tirol voraussichtlich Ende April.

Von 35 abgegebenen Stimmen entfielen 24 auf Pupp, zehn Landtagsabgeordnete stimmten mit Nein, eine Stimme war ungültig. Bei der Abstimmung über die Nachfolge als Landeshauptmann-Stellvertreter entfielen von 35 abgegebenen Stimmen 28 auf Reheis. Sieben Abgeordnete stimmten gegen den Vorschlag.

Rote Rosen

Nach der formellen Angelobung durch Platter bedankte sich der neue Landesrat bei den übrigen Abgeordneten mit roten Rosen. "Wir sind für eine gerechte Verteilung", kommentierte Pupp diese Aktion. Der verheiratete Vater zweier Kinder ist politischer Quereinsteiger und soll als neuer Landesrat der SPÖ Auftrieb verleihen. Der 50-Jährige hatte bis dato noch kein Amt innerhalb der Partei inne, ist aber laut eigenen Angaben seit Ende der 90er Jahre Parteimitglied.

Reheis startete seine Polit-Karriere startete er im Jahr 1980 als Bezirksgeschäftsführer der SPÖ Imst. Von 1999 bis 2008 war er SP-Nationalratsabgeordneter, seit 1. Juli 2008 ist er Landesrat für Soziales und Integration. Nach der Rücktrittsankündigung von Gschwentner hat der 57-Jährige den geschäftsführenden Parteivorsitz der SPÖ Tirol am 25. Juni dieses Jahres übernommen.

Gschwentner hatte seinen Schritt im Juni damit begründet, dass er "den Weg für neue Gesichter freimachen" wolle. Es sei für ihn eine hundertprozentige Unterstützung aus der Partei nicht mehr gegeben, sagte der der 55-Jährige. Er hat sich mittlerweile für den ausgeschriebenen Geschäftsführer-Posten einer Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft beworben. (APA, 3.10.2012)

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