Schüler und Lehrer protestieren in Madrid gegen Sparmaßnahmen

28. September 2012, 15:28
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Spanische Regionen sollen im Bildungsbereich radikal kürzen

Madrid - Rund 2500 Schüler, Lehrer und Eltern haben am Donnerstag in Madrid gegen Sparmaßnahmen im Bildungswesen protestiert. Hinter einem großen Transparent mit dem Slogan "Bildung ist keine Ausgabe, sie ist eine Investition. Nein zu Kürzungen!" zogen die Demonstranten durch die spanische Hauptstadt. Viele der Teilnehmer trugen grüne T-Shirts, die der Protestbewegung den Namen "grüne Flut" ("Marea verde") gaben. Auf den T-Shirts war als Aufdruck zu lesen: "Öffentliche Bildung von allen, für alle".

Die Regierung in Madrid hatte am Donnerstag einen Haushaltsentwurf für das kommende Jahr vorgelegt. Geplant sind Einsparungen von 39 Milliarden Euro, außerdem soll eine neue unabhängige Behörde den Haushalt überwachen. So soll die Neuverschuldung von 6,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in diesem auf 4,5 Prozent im kommenden Jahr und bis 2014 auf 2,8 Prozent gesenkt werden. Die 17 Regionen des Landes hatte Madrid bereits im April aufgefordert, in dem ihnen unterstehenden Bildungssektor insgesamt jährlich drei Milliarden zu sparen. (APA, 28.9.2012)

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