Caritas-Präsident Küberl ist Bezahlung für Sozialjahr zu hoch

27. September 2012, 13:43
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Küberl für Entlohnung nach Mindestpension plus Wohnbeihilfe

Wien - Caritas-Präsident Franz Küberl kritisiert das Modell für das freiwillige Sozialjahr von Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ). Küberl fehlt beim aktuellen Vorschlag der soziale Gedanke, wie er im Ö1-"Mittagsjournal" am Donnerstag sagte. Außerdem ist ihm die vorgeschlagene Entlohnung von 1.380 Euro brutto 14-mal im Jahr zu hoch.

Küberl schlägt stattdessen eine Bezahlung nach der Mindestpension (derzeit 814,82 Euro) plus Wohnbeihilfe vor. Im Gegensatz dazu hatte die Gewerkschaft vor wenigen Wochen bemängelt, dass die Bezahlung unter dem Mindestlohn für Sozial- und Gesundheitsberufe liege.

Küberl: Geringe Entlohnung betont Sozialgedanken

"Die Kernfrage ist, ist dieser Dienst von jungen Menschen zunächst ein Dienst an der Gesellschaft und an Menschen, die das brauchen, oder ist es ein Dienst an Organisationen?", sagte der Caritas-Präsident. Mit der geringeren Entlohnung würde deutlicher werden, dass jene, die das Sozialjahr absolvieren, "das auch machen, weil es ihnen selbst für ihr Leben und für die Gesellschaft wichtig ist".

Um dennoch genügend freiwillige Meldungen zu erhalten, müsse man den Dienst eben attraktiv gestalten und ihn eventuell auch für Studien anrechenbar machen, sagte Küberl. (APA, 27.9.2012)

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