"Diablo 3"-Packung wird nach Spieler-Protest geändert

27. September 2012, 13:35
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Verbraucherzentrale Bundesverband setzt sich gegen Blizzard durch

Blizzard Entertainment hat am Montag auf eine Beschwerde zum Spiel "Diablo 3" des deutschen Konsumentenschutzverbands Verbraucherzentrale Bundesverband reagiert und eine Unterlassungserklärung abgegeben. Der Spielehersteller verpflichtet sich, künftig auf Spieleverpackungen darauf hinzuweisen, dass zum Spielen eine Internetverbindung sowie eine Battle.net-Registrierung erforderlich sind. Dieses betrifft alle Produktkategorien, die wie Diablo 3 nur über einen Battle.net-Account und eine bestehende Internetverbindung (auch im Einzelspielermodus) genutzt werden können. Bis spätestens zum 1. April 2013 müssen die Spieleverpackungen mit den erforderlichen Hinweisen versehen sein.

Kein Verfahren wegen Serverausfällen

In Bezug auf die im Rahmen des Unterlassungsverfahrens bemängelten Serverausfälle hat der vzbv das Verfahren eingestellt. Viele Spieler haben berichtet, dass die Server mittlerweile stabil laufen, so dass von einer gerichtlichen Klärung abgesehen werden konnte.

Grundsätzlich bleibt aber das Problem bestehen, dass Spieler verpflichtet sind, ihr erworbenes Spiel an ihren Account bei Battle.net zu koppeln, merken den Verbraucherschützer an. Dies bedeutet, dass ein Weiterverkauf meist nicht mehr oder nur eingeschränkt möglich ist. Gegenüber anderen Spielen, die man durchaus gebraucht weiterverkaufen kann, stellt dies somit eine massive Ungleichbehandlung zum Nachteil der Spieler dar. Das Projekt Surfer haben Rechte hat in diesem Kontext erst kürzlich den Betreiber der Plattform Steam abgemahnt. (red, derStandard.at, 27.9.2012)

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    foto: blizzard entertainment
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