Nationalpark-Direktor hält Waldbrand für "Werk von Umwelt-Terroristen"

18. August 2012, 13:42
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Chef des Garajonay-Parks auf La Gomera: "Täter haben ihr Ziel erreicht"

Santa Cruz - Der verheerende Waldbrand auf der Kanaren-Insel La Gomera ist nach Ansicht des Direktors des Garajonay-Nationalparks das "Werk von Umwelt-Terroristen". "Die Täter haben seit Mai immer wieder versucht, Brände zu legen", sagte der Parkdirektor Angel Fernandez der spanischen Zeitung "El País" (Samstag). "Bisher hatte man die Brandherde rechtzeitig löschen können, aber nun haben die Täter ihr Ziel erreicht."

Der Nationalpark im Herzen der Insel gilt wegen seiner Lorbeerwälder und einzigartigen Vegetation als ein ökologisches Juwel Spaniens und ist von der Unesco als Weltnaturerbe anerkannt. Der vor zwei Wochen ausgebrochene Waldbrand zerstörte nach Angaben des Direktors etwa ein Fünftel der Gesamtfläche des Parks. "Allerdings sind die schönsten Stellen des Nationalparks und die am üppigsten bewachsenen Landschaften erhalten geblieben", sagte Fernandez. Zum Motiv der Brandstifter gab es mehrere Spekulationen, darunter, dass die Drogenmafia mit den Bränden die Polizei ablenken wolle.

Die Löschmannschaften waren am Samstag bemüht, das Feuer einzugrenzen. Mit Hilfe von Schneisen sollte verhindert werden, dass der Brand sich weiter ausbreitete. Nach Angaben der Behörden loderten im Brandgebiet kaum noch offene Flammen. Allerdings war die Glut am Boden noch nicht unter Kontrolle. Ein Teil der Löschflugzeuge, die auf La Gomera im Einsatz waren, wurde abgezogen. (APA, 18.8.2012)

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    Die Drogenmafia wolle die Polizei mit Brandlegungen ablenken, so der Direktor des Garajonay-Nationalparks, Angel Fernandez.

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