Molterer wünscht sich "rasche Klärung"

28. Juni 2003, 15:28
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ÖVP-Klubobmann äußert sich nicht über mögliche Auswirkungen einer Haider-Rückkehr

Wien - Bedeckt gab sich ÖVP-Klubobmann Wilhelm Molterer Samstag Mittag in der ORF-Radioreihe "Im Journal zu Gast" über die Konsequenzen einer allfälligen Rückkehr Jörg Haiders an die FPÖ-Spitze für die Regierungsarbeit. "Wenn eine neue Situation gegeben ist, werden wir sie neu bewerten." Das Maß sei jedenfalls das Koalitionsübereinkommen. Molterer betonte aber in Richtung FPÖ: benötigt würde Kontinuität und Stabilität. Und: "Rasche Klärung täte Not."

Die neuerliche Entscheidung für die FPÖ als Koalitionspartner bezeichnete der ÖVP-Klubchef als richtig. "Wir haben einen Regierungspartner, mit dem gute Arbeit zu leisten ist." Er gehe nun davon aus, dass es auch in der FPÖ eine gewisse historische Dimension gebe, die dazu führe, dass man einen Fehler kein zweites Mal mache. Molterer gab dabei zu bedenken, dass es der ÖVP in Zeiten öffentlich geführter Obmann-Diskussionen nicht gut gegangen sei.

Vizekanzler Herbert Haupt bezeichnete Molterer einmal mehr als großen Sozialreformer (Stichwort: Pensionsreform). Haupt habe exzellente Arbeit geleistet "und sehr offen gesagt, ich verstehe auch nicht, wie mit ihm umgegangen wird". Haupt flöße ihm, Molterer, großen Respekt ein und brauche auch weder Umarmungen noch Stützen durch die ÖVP. "Aber selbstverständlich muss die FPÖ diese interne Frage klären, das ist für alle Beteiligten einfach wichtig." (APA)

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