Leichtathlet und Ruderin erwischt

4. August 2012, 17:55
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Kolumbianischer 400-m-Läufer vom IOC suspendiert - Brasilianische Ruderin im Olympia-Vorfeld positiv getestet

London - Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat am Samstag einen weiteren Dopingfall veröffentlicht, zudem gab die brasilianische Delegation einen positiven Test in ihrer Ruder-Mannschaft bekannt. Laut IOC wurde dem kolumbianischen Leichtathleten Diego Palomeque Echavarria bei einem Test am 26. Juli in London körperfremdes Testosteron nachgewiesen. Der 400-m-Läufer sei bis zur Auswertung der B-Probe suspendiert worden, so das IOC. In Brasiliens Ruderteam fehlt Kissya Cataldo in London wegen eines positiven EPO-Tests im Olympia-Vorfeld.

Das IOC gab weiters bekannt, dass der bereits bekannte Olympia-Ausschluss der russischen Bahnradfahrerin Viktoria Baranowa wegen eines Testosteronbefundes am 24. Juli in Weißrussland erfolgt sei. Den positiven Test und die Heimreise der Medaillenanwärterin im Keirin hatte der Radsport-Weltverband bereits am Freitag bekanntgegeben. Damit sind seit Beginn der Olympia-Testperiode am 16. Juli vom IOC vier Fälle verzeichnet worden, dazu kommen etliche im Vorfeld der Sommerspiele von ihren nationalen Komitees und Verbänden wegen Dopings ausgeschlossene Sportler.

In den sechs Monaten vor Olympia wurden weltweit mehr als 100 Athleten erwischt. Der aktuellste Fall ist der marokkanische Leichtathlet Amine Laalou, der am 20. Juli beim Diamond-League-Meeting in Monaco positiv auf die verbotene Substanz Furosemid getestet wurde. Laalou fehlte deshalb im 1.500-m-Vorlauf am Freitag.

Starterlaubnis für Flachwasser-Kanuten Jan Sterba

Der tschechische Flachwasser-Kanute Jan Sterba kann trotz eines Dopingvergehens an den Spielen teilnehmen. Die Ad-hoc-Kommission des Internationalen Sportgerichtshofes (CAS) hob in letzter Instanz eine sechsmonatige Sperre gegen den Kajak-Fahrer auf. Zwar stellte auch das Schnellgericht einen Dopingverstoß des Tschechen fest, bestrafte ihn aber nur mit einem Verweis.

Der 31-Jährige, 2010 WM-Dritter über 1.000 Meter im Kajak-Vierer, war vom Kanu-Weltverband (ICF) nach einer Anhörung am 9. Juli für sechs Monate gesperrt worden. Bei der Dopingprobe war die verbotene Stimulanz Beta-Methylphenylethylamin gefunden worden. Nach eigenen Angaben hatte er diese über ein Nahrungsergänzungsmittel zu sich genommen. Deswegen legte Sterba Einspruch beim ICF-Schiedsgericht ein, das ihn für unschuldig befand. Dagegen ging die ICF beim Olympia-Adhoc-Gericht vor - erfolglos, wie sich nun herausstellte. (APA/Reuters, 4.8.20122)

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