Kot auf der Straße oder: Schweine-Asphalt

Blog26. Juli 2012, 13:57
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Das Gackerl wandert bei uns schon lange ins Sackerl, dafür aber das Schweine-AA auf US-Straßen

Kampagnen über Kampagnen wurden gegen das Gacki auf der Straße ins Leben gerufen. Strafen werden verhängt, weil's grauslich ist. Mit harter Erziehungsarbeit hat man das Gackerl per Sackerl von der Straße verbannt. Und jetzt? Jetzt kommen die Amerikaner und bringen es wieder zurück. Das Gacki.

Allerdings geht es in diesem Fall um Schweine-Kot. Und der liegt nicht unmotiviert auf den Straßen Missouris herum, bloß weil ein Ferkel seiner Notdurft freien Lauf ließ. Schweine-Kot wird im US-Bundesstaat seit 2010 getestet - als Bestandteil von Asphalt. Damals hat man eine Straße mit dem neuen Belag versehen, und schaut nun, wie es dem Drecks-Asphalt geht. Gut, wenn man dem Chef des Unternehmens NuVentionSolutions Glauben schenken mag. Es gebe keinerlei Verfallserscheinungen des Schweine-Asphalts, wird Jim Sattler auf cnbc.com zitiert. Der Schweine-Kot ersetzt in dem Pilotprojekt rund 15 Prozent des Asphalts.

Nun wolle man expandieren, und vor allem Überzeugungsarbeit leisten, um weiteren Schweine-Kot-Straßen-Belägen auf die Welt zu helfen. Schließlich produziert so ein Schwein zirka zwei Kilo Mist täglich. Bei Straßen soll auch nicht Schluss sein. NuVention plant den Dreck auch für Dächer zu verwenden.

Warum das Ganze? Weil Sattler überzeugt ist, Asphalt wird in Zukunft zu einem raren Gut. Denn billiger ist der Mist-Asphalt eigentlich nicht. Noch nicht. Es werde daran gearbeitet, dass auch ein größerer Prozentsatz durch den Kot ersetzt werden kann. Übrigens, stinken tut er angeblich auch nicht, der Schweine-Asphalt. (Daniela Rom, derStandard.at, 26.7.2012)

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    Ja, wir wissen es. Dieses Mini-Schwein hat nicht wirklich etwas mit der Geschichte zu tun. Aber süß ist es, oder?

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